Schnell mal auf die andere Seite der Erde?! Ein Reisebericht über Paraguay
Schnell mal auf die andere Seite der Erde?! Für mich und die anderen 16 Reiseteilnehmer ging das tatsächlich. Wir flogen mit 13 Schülern der August-Hermann-Franke Schule Detmold, der Georg-Müller-Schule Bielefeld und der Freien Christlichen Bekenntnisschule Gummersbach mit vier Erwachsenen vom 03. bis 23. Oktober 2025 nach Paraguay. Im Rahmen einer Schulpartnerschaft organisiert Klaus Bamberger im Zweijahresrhythmus diese Bildungs- und Begegnungsreise. Da im letzten Jahr Ende November die GMS zum ersten Mal Gastschüler aus Paraguay aufgenommen hat, hatten auch Schüler und Schülerinnen der GMS in diesem Jahr die Möglichkeit, an diesem Gegenbesuch teilzunehmen. Also machten wir uns am Freitag, den 3. Oktober, auf den Weg. Vom Frankfurter Flughafen ging es über Madrid nach Asuncion (der Hauptstadt von Paraguay). Von dort aus fuhren wir dann noch sechs Stunden mit dem -zum Glück klimatisierten- Reisebus in den Chaco. So kamen wir dann am 4. Oktober gegen 16:00 Uhr in Loma Plata an. Die Gastfamilien und das Wetter bereiteten uns einen sehr warmen und herzlichen Empfang (wir sprechen hier von ca. 40 Grad im Schatten).
Während der Zeit in den Gastfamilien besichtigten wir den Schlachtbetrieb, die Baumwollentkernung, die Milchverarbeitung und die Erdnussverarbeitung und verschiedene Museen, besuchten aber auch soziale Einrichtungen, wie die Cooperative und die ASCIM. Auch der Besuch von vier verschiedenen Schulen durfte nicht fehlen. Ein Rundflug über Loma Plata und Umgebung waren eines der vielen Highlights dieser Reise. Während unserer Rundreise besichtigten wir das zweitgrößte Wasserkraftwerk der Welt, Itaipu, und das größte Wasserfallsystem Cataratas Iguacu , das Leprakrankenhaus Km81, den Vogelpark Parque das Aves und die Töpferstadt Aregua. Vieles von dem, was wir sahen, war so anders und fast schon fremd. Vor allem Pflanzen und Tiere waren sehr beeindruckend und es war großartig, viele Tiere mit eigenen Augen zu sehen, die sonst nur in Bilderbüchern, Videos und Fotos zu sehen sind. Doch die Dinge, die wir beispielsweise in den Kolonien im Chaco gesehen haben, waren auch so ähnlich zu dem, was wir von hier aus Deutschland kennen.
Für mich hatte die Reise einen großen Mehrwert, nicht nur wegen des Landes, sondern auch wegen der Menschen. Vor allem die Gastfreundschaft in den Kolonien hat es uns sehr einfach gemacht, uns dort wie zuhause zu fühlen.
Trotz der Fülle an Programmpunkten war die Gemeinschaft mit der Reisegruppe sehr gut, selbst wenn es Meinungsverschiedenheiten gab. Zu jeder Zeit wussten wir uns von Gott getragen und durften seine Bewahrung erfahren. Seine Schöpfungskraft und Kreativität, deren Auswirkungen wir in Paraguay erfuhren, werden uns ein Leben lang in Erinnerung bleiben.
Sicherlich wird diese Reise für manch einen nicht die letzte in dieses wunderschöne Land gewesen sein.
Emily Janzen, Q1, Georg-Müller-Schule Bielefeld, November 2025
Bei Interesse, als Gastfamilie oder als Reisender an der Schulpartnerschaft Teil zu haben, meldet euch gerne bei
Klaus Bamberger