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So ist es im Kindergarten

„Wir haben Lilli besucht, weil sie hatte den Fuß geknackst. Lilli hat einen Snack vorbereitet. Ich durfte da spielen – mit Playmobil. Feuerwehrmänner gab’s auch – und eine Feuerwehrwache! In der Kita finde ich den Nebenraum am besten, da kann man liegen auf dem Sofa.“

„Gestern haben wir Samanthas Geburtstag gefeiert. Die Muffins fand ich am besten. Miriam war in der Schule. In der Kita gefällt es mir am besten mit meinen Freunden zu spielen: Mutter, Vater, Kind. Ich bin am liebsten hier in der Rehgruppe, in der Eulengruppe und in der Fuchsgruppe, weil wir da spielen.“

„In der Kita gefällt mir am besten, dass ich da Freunde hab. Basteln finde ich am besten, weil da kann man schneiden. Das klappt bei mir schon gut. Wir haben Lilli besucht. Es hat mir gefallen da zu spielen. Wir sind dahin gegangen.“

„Ich bin gerne bei Lilli gewesen. Wir sind mit dem Fuß hingekommen. Ich habe schonmal mit S. gespielt. Die war in der Turnhalle mit mir. Mit den Fahrzeuge spielen finde ich gut. Puzzlen!

Vivien kann gut zu Fuß gehen. Ich bin neben ihr gegangen. Samantha kann gut Bücher lesen. Wir haben noch eine Brille zu Hause – für uns, nicht für Samantha. Mit Miriam gehe ich gerne raus. Ich hab das schon gehört! Mit Lilli kann man gut turnen – schaukeln! Janette kann gut das Licht anmachen.“

„Hallo, wir sind in der Internetseite. Ich bin F. Wir gucken uns jetzt in der Internetseite um. Ich möchte euch von meiner Kita erzählen.

Wir sind zu Lilli gegangen – zu Fuß. Sie hatte einen kaputten Fuß. Wir wollten ihr Bilder schenken. Wir haben bei Lilli gespielt. Eine Dampflokomotive und noch Kuscheltiere mit Strom! Die konnten sich bewegen. Sie hatte auch Schleichtiere. Es gab noch einen kleinen Snack: Banane, Möhren, Salzstangen, Apfel und Schokobrötchen. Von den Brötchen hab ich keins genommen. Der Snack hat mir am besten gefallen."

Sommerfest in der Kita

Nach vielen Vorbereitungen war es endlich so weit: 

Am Nachmittag des 2. Juni füllte sich schnell der Schulhof der Grundschule mit Kita-Kindern, ihren Familien, Großeltern, Ehemaligen… und unser Sommerfest konnte beginnen. 

Der Nachmittag startete mit einem kleinen Gottesdienst, an dem die „Ranzenbande“ zeigte, was sie in den Wochen zuvor fleißig geübt hatte: Das Musical „Der ängstliche kleine Spatz“. Mit viel Eifer vorgetragen, steckten die Kinder die Zuschauer mit ihrer Freude an – Freude über den Vater im Himmel, der uns alle liebt und bei dem wir geborgen sein können. 

Diesen Gedanken griff auch Daniel Wichmann in seiner Andacht auf, indem er an das Bild aus der Bibel erinnerte, dass die Sicherheit bei Gott mit dem Leben in einer Burg vergleicht. Zum Abschluss betete Daniel noch besonders für die  Ranzenbanden-Kinder und bat Gott um Schutz und Segen für die vor ihnen liegende Schulzeit. 

Ein buntes Programm mit Spiel und Spaß wartete im Anschluss auf alle auf dem Schulhof. 

Stärken konnten sich alle großen und kleinen Besucher bei Würstchen und Plov. Das abwechslungsreiche Salatbuffet und die zahlreichen Kuchen zum anschließenden Kaffeetrinken steuerten viele Kita-Eltern bei. „Danke“ dafür! 

Und „DANKE“ auch unserem Vater im Himmel für dieses schöne Fest! 

Sonne, Aktionen und gute Stimmung – August-Hermann-Francke Grundschule feiert 35 Jahre

Am Samstag, den 3.6.2023, sah man viele Menschen über die Regenstorstraße zur alten Zigarrenfabrik, unserer heutigen Grundschule eilen. Grund dafür war das 35-jährige Jubiläum unserer Schule, die seit 1988 in diesen Räumlichkeiten ist. Bei strahlendem Sonnenschein und dem Duft von Essen versammelten sich die 1500 Besucher, um die Ansprachen von Bürgermeister Markus Baier, Geschäftsführer des Christlichen Schulvereins Peter Dück und weiteren zu hören und anschließend das Fest bei gutem Essen und vielen Aktionen zu genießen.

Markus Baier überbrachte herzliche Glückwünsche der Stadt Lemgo und drückte die Freude von Rat und Verwaltung darüber aus, dass die Stadt Lemgo mit der AHF-Grundschule einen freien Träger habe, der mit einem christlichen Profil die Grundschullandschaft Lemgos bereichere. „Es gibt ganz viele Menschen in Lemgo, die die christliche Erziehung, die Werte, die vermittelt werden, hochschätzen, die sagen: lass uns mal unsere Kinder dahingeben, da lernen sie nicht nur rechnen, schreiben und lesen, da lernen sie noch ein bisschen mehr – mit Menschen und miteinander umzugehen und auch den christlichen Glauben zu erfahren“ so Markus Baier. Er besann sich der Anfänge der AHF-Schulen im Jahr 1988 und lobte den Start unter den damaligen Voraussetzungen, die Entwicklung und die Erschaffung von „besten Bedingungen für die Kinder, ins Leben zu starten.“

Auch Peter Dück erinnerte an den nicht einfachen Start der Schule in Lippe und erkannte den Einsatz der Eltern damals an, die mit ihrer Beharrlichkeit, ihrer Zeit und Kraft den Schulstart in Lemgo ermöglichten. Er bedankte sich unter anderem bei der Familie Thomale, die es mit dem Verkauf einiger Gewächshäuser ermöglicht hatte, das Gelände der Grundschule zu erweitern und die bis heute eine gute Nachbarschaft zur Grundschule pflegt.

Wir schauen dankbar auf 35 Jahre Schulleben zurück. Aus der einzelnen Schulzelle, die 1988 gegründet worden ist, entwickelten sich seither 7 Schulen und 5 Kitas, in den 3500 Kinder unterrichtet werden, eine Familienhilfe und ein Sozialwerk. Insgesamt werden etwa 1000 Mitarbeiter bei unserem Schulträger beschäftigt.

Die Besucher genossen das Wetter, die Gemeinschaft, das große Essensangebot und die zahlreichen angebotenen Aktionen. Die Kinder konnten sich zum Beispiel einen Feuerwehrwagen genauer ansehen und sich reinsetzen, mit Hilfe einer Fotobox konnten sie Erinnerungsbilder von sich machen lassen, in der Turnhalle und auf einer Hüpfburg durften sie sich unter Aufsicht austoben. Dieser Tag wird in guter Erinnerung bleiben.

Sonnenblumenfreude im Kindergarten

Vor einigen Monaten haben die Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen kleine Sonnenblumenkerne in die Erde gelegt. Die Samen stammten noch aus dem letzten Jahr. Mit viel Geduld, Wasser und Sonnenschein sind daraus inzwischen prächtige, große Blumen geworden.
Die Kinder staunen über das Wachstum der Pflanzen und freuen sich, wenn neue Blüten ihre Köpfe zur Sonne drehen. Einige Sonnenblumen wurden bereits geerntet, schmücken den Gruppentisch und die Kerne der Sonnenblumen werden geknabbert.
Das gemeinsame Pflanzen, Pflegen und Ernten hat den Kindern nicht nur Freude bereitet, sondern ihnen auch gezeigt, wie spannend es ist, den Kreislauf der Natur mitzuerleben. Aus einem kleinen Samen ist eine große Blume geworden – und aus dieser Blume wieder neue Samen, die vielleicht schon bald erneut in die Erde wandern.🌻

 

Sozialarbeit - Hautpschule

Schulsozialarbeit

Beratung & Seelsorge

„Wenn du schnell gehen willst, geh allein; wenn du weit kommen willst,
geh mit anderen.“ (afrikanisches Sprichwort)

Die Beratungs- und Seelsorge-Angebote unterstützen und begleiten Schüler, Eltern und Lehrkräfte im schulischen Alltag. Dabei sehen wir jedes Individuum als Gottes Geschöpf und einzigartige Persönlichkeit an. Alles Handeln in der Beratung wird von der Gnade Gottes getragen und ist auf Gottes Weisheit angewiesen.

  • Eltern- & Erziehungsberatung

    Bei Erziehungsfragen oder Konflikten unterstützen und beraten wir Eltern.

  • Berufsberatung

    In einer individuellen Berufsberatung helfen wir beim Entwickeln und Realisieren von Zukunftsträumen. Berufliche Einzelberatungen in der Schule können mit Kirsten Kuhlmann (Berufsberaterin Agentur für Arbeit Detmold) und Irene Braun (Sozialpädagogin) vereinbart werden.

    Eine erste Starthilfe und Orientierung bieten sogenannte  Interessens- und Fähigkeitstests. Einige davon können wir besonders empfehlen.

    Situativer Interessent Test (SIT) - 10-Minuten-Test * ist als erster Einstieg gedacht *  basiert auf der Typologie von John L. Holland * beschreibt eher die  beruflichen Schwerpunkte einer Person, weniger konkrete Berufs- und  Studienmöglichkeiten

    Schülerpilot - Orientierungstest - ähnlich wie SIT

    aubi-plus.de - Suchmaschine für Ausbildungs- und Studienplätze

  • Bildungs- und Teilhabepaket

    Auf Anfrage informieren wir über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten, vermitteln zu den entsprechenden Ämtern und helfen nach Bedarf auch bei der Antragsstellung.

  • HA+ - Beratung

    In der HA+ Beratung sehen wir nicht nur die schulischen Leistungen des Schülers, sondern wertschätzen ihn mit seinen individuellen Stärken und Schwächen, Begabungen und Fähigkeiten. Diese Ressourcen wollen wir gemeinsam entdecken und ausbauen. In einem Lernfördergespräch werden mit dem Schüler konkrete Ziele gesetzt, um schulische und soziale Kompetenzen zu fördern. Dies geschieht in Begleitung der HA+ Leitung. In einer individuellen Beratung bekommt der Schüler, und bei Bedarf die Eltern, ein Feedback über die beobachteten Fortschritte.

    Die Verantwortlichen dafür sind Eduard Epp und Elvira Ickert.


Projekte

  • Potenzialanalyse

    Gaben – Talente – Stärken – Potenziale – Fähigkeiten – Interessen… Bei der Potenzialanalyse werden Schüler angeleitet, ihren Gaben und Stärken auf die Spur zu kommen. Dabei arbeiten wir regelmäßig mit externen Partnern zusammen.

  • Schülerbetriebspraktikum

    • Drei Berufsfelderkundungstage im Rahmen von KAoA (Klasse 8)
    • Einwöchiges Betriebspraktikum (Klasse 8, vor den Osterferien)
    • Zweiwöchiges Betriebspraktikum (Klasse 9, nach den Halbjahreszeugnissen)
  • Sozialprojekt


Angebote

  • HA+ Betreuung

    HA+ steht für „Hausaufgaben machen; Individuelle Förderung; Lernen lernen“ In diesem Betreuungs- und Förderungsangebot werden SchülerInnen der 5. bis 8. Klassen bei der Anfertigung ihrer Hausaufgaben von geschulten Mitarbeitern betreut. In Kleingruppen von etwa zwei bis drei Personen bekommen sie Hilfestellungen bei Verständnisschwierigkeiten und können darüber hinaus einzelne Lerninhalte wiederholen und vertiefen. Der ausdrückliche Schwerpunkt bei dieser Arbeit ist die Erledigung der Hausaufgaben.

    Aktuell findet HA+ an folgenden Terminen statt:

    Montag: 14.00 - 15.30 Uhr Dienstag: 14.00-15.30 Uhr
    Mittwoch: 14:00 - 15.30 Uhr Donnerstag: 14.00 - 15.30 Uhr

    Das Anmeldeformular zu HA+ erhalten Sie im Sekretariat oder hier:
    Anmeldung (pdf)

    https://forms.office.com/e/9sZkTfvBBb?origin=lprLink 

     

  • Elternforum

    Einmal im Quartal informieren sich Eltern über verschiedene Themen, die sich aus dem Schulalltag ergeben. Die jeweiligen Vorträge werden aufgenommen und finden sich in der Mediathek (siehe unter Audiobeiträge).


Mitarbeiter

  • Irene Braun, Sozialarbeiterin B.A.

    Meine Schwerpunkte sind:

    • Berufsorientierungsberatung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit
    • Eltern- und Erziehungsberatung
    • Sozialkompetenztraining & Teambuilding
    • Systemische Beratung und Seelsorge
    • Kinderschutzbeauftragte

    Kontakt

    Mo.-Fr.:  08.00-12.00 Uhr

    Raum:  A 212
    Tel.: 05231-3089816
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

  • Eduard Epp, Sozialarbeiter B.A.

     Meine Schwerpunkte sind:

    • Berufsorientierungsberatung (KAoA)
    • Bewerbungen
    • Eltern- und Erziehungsberatung
    • Beratung und Seelsorge
    • Sozialkompetenztraining
    • HA+

    Kontakt

    Mo.-Fr.:  08.00-16:30 Uhr
    und nach Vereinbarung

    Raum:  A 212
    Tel.: 05231-3089816
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

  • Elvira Ickert

    Meine Schwerpunkte sind:

    • Organisation der HA+
    • Verwaltung der Mittagsverpflegung

    Kontakt

    Mo.-Do.: 12:00-15:30 Uhr

    Raum C 106
    Tel.: 05231-3089825
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Nachmittagsbetreuung

Spaß an der Musik

Immer donnerstags besucht Wiebke Klassen uns in der Kita. Die 4-jährigen Kinder sind eingeladen, mit ihr zu singen, trommeln und zu musizieren. Sie erleben viel Freude und

Begeisterung mit der Musik, erforschen ihre stimmlichen Möglichkeiten, lernen Instrumente kennen und probieren viel Neues aus. Auch für unsere Gottesdienste sind ihre Lieder und Trommelstücke eine wertvolle Bereicherung und schenken den Eltern einen kleinen Einblick in den Alltag ihrer Kinder.

Spielen ist harte Arbeit

„Ich will einen Laptop basteln“, bekundet Johanna. Bei den anderen Kindern hatte sie schon beobachtet, wie sie sich aus einem Blatt Papier einen Laptop herstellten und damit spielten. Wir zählten gemeinsam auf, was sie für ihr Vorhaben braucht und schon konnte die Büroarbeit beginnen. Nach nur kurzer Zeit hatte sich unser Einzelbüro zu einem Großraumbüro entwickelt, in dem alle Plätze an unserem Frühstückstisch besetzt waren. Hier wurden die Aufgaben gut verteilt. In der Personalabteilung bemühte sich Leonie um neue Mitarbeiter. Dafür benötigte sie auch noch ein Handy, das schnell mit Papier, Schere und Stiften hergestellt wurde. Schnell wurde dieser Vorschritt auch in den anderen Abteilungen integriert und schon waren alle gut miteinander vernetzt. Der Bananenhandel inklusive des Transportes wurde von Maximilian organisiert. Lara kümmerte sich um die Wettervorhersage. Die Kinder brachten viele verschiedene Ideen in die Büroarbeit ein und setzten diese um. Es gab allerhand voll zu tun und die Anzahl der Mitarbeiter stieg stetig. Die Kinder standen im regen Austausch miteinander. Mit viel Spaß stärkten sie ganz nebenbei Ihre sozialen und sprachlichen Kompetenzen, erprobten ihre feinmotorischen Fähigkeiten, lernten einiges über das Arbeitsleben und erweiterten ihre Konzentrationsspanne. Natürlich verdienten die Kinder für ihre ganze Arbeit auch (Spiel-) Geld. Doch das Bürospielen hörte an diesem Tag nicht auf. Es entwickelte sich ein weiteres Spielangebot mit echten Bildschirmen und Tastaturen. Die Kinder tauchten in die ihnen bekannte Lebenswelt vieler Eltern, in die sie in den letzten Jahren einen deutlich höheren Einblick gewinnen konnten. Hierbei stellten wir fest: Die Kinder sind echte Spezialisten. Sie kennen sich in vielen Themen schon gut aus.

Da haben wir`s: Spielen ist harte Arbeit.

 

Spielenachmittag bei den Papageien

Am 26.02. 2025 fand in der AHF Kita Detmold Moritz- Rülf- Straße ein fröhlicher Spielenachmittag statt, zu dem auch die Eltern herzlich eingeladen waren. Die Kinder und ihre Eltern hatten die Gelegenheit, gemeinsam zu spielen, zu lachen und die Zeit miteinander zu genießen. Auf dem Programm standen beliebte Klassiker wie UNO, „Mensch ärgere dich nicht“ und „Lotti Karotti“, aber auch spannende Spiele wie Dobble, Ubongo und Tier auf Tier sorgten für viel Freude. Leitgedanke war es, zu erklären, dass Spiele nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern auch wichtige Fähigkeiten wie Teamarbeit, Konzentration, Problemlösefähigkeiten und viele weitere Kompetenzen fördern. Für die nötige Energie zwischendurch gab es leckere Knabbersachen und Kaffee, die das gemeinsame Spielen noch angenehmer machten. Den Höhepunkt des Nachmittags bildete das große Tiermemory-Spiel, bei dem Eltern gegen Kinder antraten. In einer spannenden und humorvollen Partie zeigten alle, dass der Spaß am Spiel im Vordergrund stand – ob Sieg oder Niederlage. Es war ein gelungener Nachmittag, der das Miteinander stärkte und viel Freude für alle Beteiligten brachte.

Sponsorenlauf – Gemeinsam laufen, lachen, helfen

Was für ein Tag! Unter dem Motto „Laufen für den guten Zweck“ sind unsere Kinder, Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und viele Unterstützer zusammengekommen, um mit viel Herzblut die neue Kindertagesstätte in Rumänien zu unterstützen. Schon in den Wochen davor war die Vorfreude groß: Die Kinder haben fleißig trainiert, sind über den Hof gerannt und haben sich spielerisch auf den großen Tag vorbereitet. Und dann war es endlich soweit! Bevor der Startschuss fiel, haben wir uns gemeinsam mit einem fröhlichen Tanz aufgewärmt – ein bewegter und bewegender Auftakt, der sofort für gute Stimmung sorgte. Mit Namensklebern auf der Brust und viel Motivation in den Beinen ging’s dann auf die Laufstrecke. Für jede gelaufene Runde gab es einen Strich auf dem Namenszettel – gesammelt von unseren Erzieherinnen mit stolzem Blick. Und gelaufen wurde, was das Zeug hielt: mit Begeisterung, mit Ehrgeiz und mit ganz viel Freude. Eltern, Großeltern, Freunde und Nachbarn standen am Rand, feuerten lautstark an und sorgten für eine Atmosphäre, die Gänsehaut machte. Nach dem Lauf wurden alle Kinder mit einer wohlverdienten Medaille geehrt – ein Zeichen für ihre tolle Leistung und ihr großes Herz. Im Anschluss gab es Snacks und Getränke – ebenfalls für den guten Zweck. Denn jeder Euro, der an diesem Tag gespendet wurde, fließt direkt in den Aufbau der neuen Kita in Rumänien. Die Kooperation mit dieser Einrichtung ist für uns eine Herzensangelegenheit, die unsere Kinder, Familien und das ganze Team sehr bereichert. Wir sind überwältigt von der Großzügigkeit, dem Einsatz und der positiven Energie dieses Tages. Die Gemeinschaft war spürbar, die Stimmung wunderbar, die Spendenbereitschaft großartig. Ein riesengroßes Dankeschön an alle kleinen und großen Läuferinnen und Läufer, an alle Zuschauer, Helferinnen, Unterstützer und Spender – Sie alle haben Ihr Herz, Ihr Ohr und Ihr Portemonnaie geöffnet.

Sponsorenlauf für Jerusalem

Die Schüler und Lehrer der August-Hermann-Francke Hauptschule in Detmold haben eine Schulpartnerschaft mit der Makor Ha Tikvah Schule in Jerusalem, Israel.

Unsere Partnerschule wächst und benötigt noch Schulmöbel für die neuen Schulräume. Dieses möchten wir unterstützen - dafür veranstalten wir einen Sponsorenlauf. Wer sich ein Bild über die Schule machen möchte, kann dies unter folgendem (englischen) Video tun:

Sponsorentag für Moldawien – Gemeinsam Hoffnung schenken

Wenn mehr als 670 Schülerinnen und Schüler ihre Kräfte für Menschen einsetzen, die Hilfe brauchen, dann entsteht etwas Besonderes. Genau das konnten wir bei unserem diesjährigen Sponsorentag erleben.

Schon lange vor dem eigentlichen Aktionstag suchten unsere Schüler Sponsoren, erklärten die Ziele des Projekts und warben in ihrem Umfeld für Unterstützung. Dabei waren sie oft erstaunlich kreativ und zeigten großen Einsatz.

Am Sponsorentag selbst wurde dieses Engagement noch einmal sichtbar. Ob beim Laufen oder Gehen - unsere Schülerinnen und Schüler gaben alles. Manche gingen an ihre persönlichen Grenzen, andere motivierten ihre Freunde zum Durchhalten. Überall waren Teamgeist, Freude und die Bereitschaft zu spüren, sich für einen guten Zweck einzusetzen.

Was uns dabei besonders bewegt, ist die Motivation hinter diesem Einsatz. Als christliche Schule möchten wir nicht nur über Nächstenliebe sprechen, sondern sie leben. Jesus hat den Menschen immer wieder gezeigt, wie wichtig es ist, hinzusehen, wo Not herrscht, und nicht gleichgültig zu bleiben. Der Sponsorentag war für viele eine Gelegenheit, genau das zu tun: anderen Menschen Hoffnung zu schenken und ganz praktisch zu helfen.

Die gesammelten Spenden werden dort eingesetzt, wo sie einen echten Unterschied machen können. Sie unterstützen junge Menschen an der AHF-Berufsschule in Soldănești auf ihrem Weg in eine selbstständige Zukunft. Sie helfen bei der Anschaffung eines Kleintransporters, der für das Pflegeheim und verschiedene Hilfseinsätze dringend benötigt wird. Und sie ermöglichen konkrete Hilfe für Witwen und bedürftige Familien – sei es durch Brennholz, Reparaturen, WC-Häuschen oder Care-Pakete.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Sponsoren, Eltern, Freunden und Unterstützern, die diesen Tag möglich gemacht haben. Ihr Einsatz hat gezeigt, dass Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und gelebter Glaube unsere Schulgemeinschaft prägen. Gemeinsam haben wir weit mehr erreicht als nur ein Spendenziel – wir haben Hoffnung weitergegeben.

Sport verbindet – Völkerballturnier der fünften Klassen

 

Die fünften Klassen konnten sich am 27. Februar in einem sportlichen Turnier messen und dabei auch ihr Zusammengehörigkeitsgefühl und ihren Sinn für Fairness stärken. Es galt, beim Völkerballturnier Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis zu stellen, wobei letztlich auch die Kommunikation untereinander den entscheidenden Unterschied machen konnte.

Gewonnen hat das Turnier die 5G, die sich über den Sieg sehr freute. Ob zu dem tollen Ergebnis auch das stimmgewaltige Anfeuern der Mitschüler führte, die gerade nicht selbst ein Spiel hatten, kann zwar nicht eindeutig geklärt werden, dennoch beeindruckte die 5G auch durch ihre Motivation.

Sportfest mit TRIXITT

Nach mehreren coronabedingten Verschiebungen sind wir froh und dankbar, dass wir zum Ende dieses herausfordernden Schuljahres 2020/21 gemeinsam mit dem Sporteventanbieter TRIXITT ein besonderes Sportfest mit den Kindern durchführen konnten.

An verschiedenen, motivierend aufgebauten Stationen konnten sich die Kinder in unterschiedlichen sportlichen Disziplinen betätigen und Bewegungserfahrungen sammeln. Das Gemeinschaftsgefühl und jede Menge Spaß standen dabei im Mittelpunkt. Es war nach den vielen Entbehrungen in diesem Jahr ein ganz besonderes Highlight und wohl das Schönste für alle in so viele strahlende, begeisterte Gesichter zu schauen.

Die Kinder konnten sich beim SPEEDMASTER, KÄNGURUSPRUNG und VOLLTREFFER in leichtathletischen Disziplinen messen. In der SCHIESSBUDE und beim BASKETBALL waren Teamgeist und Treffsicherheit gefordert. Ein weiterer Bewegungsbaustein und ein tolles Gemeinschaftserlebnis mit der gesamten Schule war die gemeinsame CHOREOGRAFIE. Die beliebteste Station war wohl der HINDERNISPARCOURS, dessen Überwindung wirklich jedem ein breites Lachen ins Gesicht zauberte. Auch so mancher Lehrer konnte sich diesen Spaß nicht entgehen lassen und stellte sich mit lauten Anfeuerungen der Schüler dieser Herausforderung.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Vormittag, der Freude an Bewegung und Gemeinschaft verkörperte.

Katrin Schmidt

 

Sportlich & erfolgreich!

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule aus der Wettkampfklasse IV nahmen am Dienstag an den Leichtathletik- Kreismeisterschaften in Detmold teil.  
Unter Anleitung von Herrn Ediger, der die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Leichtahtletik - AG wöchentlich betreut, durfte man sich mit 5 weiteren Schulen messen und sich am Ende des Tages über einen starken zweiten Platz freuen, der zur Teilnahme am Westfalenfinale in Rheine berechtigt!

Starker Abschluss: Fast jeder Zweite mit Einser-Abitur

Der Abiturjahrgang 2025 hat seine Schulzeit erfolgreich beendet und das mit beeindruckender Leistung. Von den 30 Abiturienten erreichten 13 ein Einserabitur, fast die Hälfte des Jahrgangs. Besonders herausragend waren Cheyenne Li und Emily Freistadt, die ihr Abitur jeweils mit der Bestnote 1,0 bestanden.


Bei der feierlichen Abiturverleihung am 26. Juni 2025 hob Johann Wedel als Schulleiter neben den schulischen Leistungen auch den Zusammenhalt und das soziale Engagement der Jahrgangsstufe hervor. Er betonte die Bedeutung von Orientierung und Identität in herausfordernden Zeiten und hob die gemeinsamen Erlebnisse, insbesondere die Stufenfahrt an den Gardasee, als prägende Erfahrung hervor.


Als erster Jahrgang im neuen Bildungsangebot „Wirtschaft und Verwaltung“ haben die Abiturienten nicht nur fachliches Wissen erworben, sondern auch die Verantwortung, dieses Wissen verantwortungsvoll einzusetzen. „Erfolg misst sich nicht nur daran, was ihr erreicht, sondern auch daran, wie viel Gutes ihr bewirkt“, betonte Herr Wedel.


Ihr Abitur erhielten:
Jana Block, Melina Buchmüller, Edwin Dridger, Philip Egwuatu, Mia Lauren Epp, Leander Ertner, Ayleen Fenske, Zipporah Frese, Emily Freistadt, Naemi Funk, David Hippolyte Funk, Leonie Ilz, Samuel Isaak, Liane Jakob, Miriam Kämper, Angelina Joline Keller, Anthony Klein, Marisa Kleinschmidt, Dani Luis Krein, Cheyenne Li, Emily Penner, Dinah Penner, Timo Peters, Jonathan Pries, Julia Reger, Nela Reger, Louis Schmelzer, Marie Annelie Schröder, Ben Stein, Ben Noah Töws.

Streicherensemble im Düsseldorfer Landtag

Schüler gestalten musikalisches Programm bei einer Ausstellungseröffnung im Landtag NRW


„Völker entsagt dem Hass – versöhnt Euch! Dient dem Frieden in Freiheit – Baut Brücken zueinander!“ Mit diesem Leitspruch des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte begrüßte Landtagspräsident André Kuper die Gäste bei der Eröffnung der Kunstausstellung „Mitgebracht“ im Foyer des Düsseldorfer Landtags, bei der Musiker des August-Hermann-Francke-Gymnasiums Detmold unter der Leitung des Musiklehrers Johann Penner das musikalische Programm übernahmen. Mit dem Verweis auf das Zitat formulierte Kuper einerseits einen Rahmen für die Veranstaltung und andererseits ein Ziel für jede zivilgesellschaftliche Arbeit im bunten Deutschland. Dieses sei wahre menschliche Größe, wenn trotz aller Unterschiedlichkeiten und allen Konflikten zum Trotz Versöhnung und Frieden angestrebt werden. „Dabei denken wir auch an ein dunkles Kapitel, das tiefste Spuren auf dem Leidensweg der Russlanddeutschen hinterlassen hat: Eine ganze Bevölkerungsgruppe wurde allein aufgrund ihrer deutschen Herkunft staatlichen Repressionen und einer gesellschaftlichen Ächtung ausgesetzt, nicht nur während des Krieges, sondern über Jahrzehnte: Massendeportationen, Zwangsarbeit in Todeslagern, ein Leben unter Sonderaufsicht in ausgewiesenen Siedlungsgebieten“, so Kuper. 

Im Düsseldorfer Landtag findet zurzeit eine Ausstellung des Fotografen Eugen Litwinow und des Künstlers Nikolaus Rode statt, unter den Titel „„Mitgebracht. Eugen Litwinow – Nikolaus Rode. Erfahrungswelten russlanddeutscher Künstler“. Die Kunstwerke der Ausstellung geben einen Einblick in die Herkunft, Namen und Identitäten Deutscher aus Russland. Zu der Eröffnung der Ausstellung waren auch Schüler des AHF-Gymnasiums eingeladen, um an der Ausstellung teilzunehmen und diese mit Musik zu begleiten. Mit sowohl klassischen Werken wie auch kirchlichen Chorälen trugen sie zu einem sehr geschätzten emotionalen Ausgleich zu den Wortbeiträgen im Programm bei. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen mit Grußworten neben dem Landtagspräsidenten auch der Parlamentarischen Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft Klaus Kaiser teil, der Landesbeauftragter für Aussiedler Heiko Hendriks, sowie der Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Hauses – Deutsch-osteuropäisches Forum Prof. Dr. Winfrid Halder und der Landesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. in NRW Dietmar Schulmeister. Die Kunstausstellung von Rode erinnert an die Zeit der Sowjetdiktatur, als eine ganze Bevölkerungsgruppe aufgrund ihrer deutschen Herkunft und weltanschaulichen Überzeugungen staatlichen Repressionen und gesellschaftlicher Ächtung ausgesetzt war. Die Fotoausstellung „Mein Name ist Eugen“ soll konkrete Einblicke in das Leben junger Russlanddeutscher ermöglichen und dokumentiert zugleich Chancen und Herausforderungen des Aufwachsens in einer neuen, wenn auch teils vertrauten Kultur.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland NRW, der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus/Deutsch-osteuropäisches Forum und dem Kulturreferat für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold, die durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wurde.

Studie: Christus als "Lehrer ihres Lebens"

Ausgangspunkt der Studie 

„Sein heilsgeschichtliches Ziel erhält der Unterricht insbesondere durch die Lehrerpersönlichkeit und den entsprechenden Lehrerhabitus. Lehrerpersönlichkeit und Lehrerhabitus werden in diesem Zusammenhang zusätzlich als die eines „Konversionsagenten“ bzw. eines „Konversionsbegleiters“ genauer bestimmt.“ (Roser 2017 - Schöpfungswissenschaft an evangelikalen Bekenntnisschulen) 

 

Fazit 

Im Spiegel der Ergebnisse lassen sich fünf grundlegende Aspekte spiritueller Identitätsperformanzen in der Gegenwart zuspitzen, die für alle Akteurinnen und Akteure auch über den Kontext der August-Hermann-Francke Schulen in Lippe, als spezielle Brand freier christlicher Ersatzschulen, hinaus, insbesondere für Kirche und Diakonie, weitere etablierte und neu entstehende »Brandings of Faith«, sowie in Teilen auch für staatliche Ordnungsinstanzen relevant sind:

Diese Aspekte betreffen die ambivalenten Dynamiken zwischen

 

  1. In »Brandings of Faith« festgelegten Bekenntnissen zu individuellen Credos
    • Gemeinsames Bekenntnis von Lehrern, Eltern und Schülern sowie davon ausgehender Segen Gottes als Grundlage des Erfolgs

"Theologisch-heilsgeschichtlich ist in evangelikaler Perspektive das Bekenntnis insbesondere zum Wort Gottes als überzeitliche, ewige Richtschur des Alltags die Basis für die Deutung der Prosperität der Schulen durch Gottes Segen. Mit diesem Gründungsnarrativ verbinden die Lehrkräfte ihre eigene Biographie und begreifen sich als Teil einer gottgesegneten, weltweiten evangelikalen Spiritualität." (S. 104)

 

"Die interviewten Lehrerinnen und Lehrer zeigen in ihren Selbstdarstellungen durchgängig, dass sie diesen Auftrag verstanden haben und keine Zweifel daran aufkommen lassen wollen, dass ihr persönliches Glaubensbekenntnis deckungsgleich mit dem Credo und Wertekanon der Marke AHF-Schulen bzw. der Evangelischen Allianz ist. Sie gestalten die von ihnen geforderte Verbindung von Glaubens- und Werteerziehung allein und als Kollegium facettenreich. Da sie nicht allein mit Worten agieren (können), weil die explizite Verkündigung des Glaubens stets mit dem Überwältigungsverbot von Schülerinnen und Schülern in Spannung gerät und – wichtiger noch – im Sinne des Markeninteresses der Schule zweitrangig ist, nutzen sie umso mehr Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche, Eltern und ihre Kolleginnen und Kollegen durch transparente Darstellung ihrer eigenen frommen Persönlichkeit punktuell nonverbal, aber »allezeit auskunftsbereit« zu inspirieren." (S. 104)

 

  • Betonung auf Lebendigkeit und Freiheit des evangelischen Geistes —> totalitäre Ansprüche auf Arbeitnehmer dürfen nicht auftreten; Grenzen der möglichen Abweichung müssen dennoch klar formuliert sein

 

"Wie viel Kompromissbereitschaft müssen alle Beteiligten mitbringen, damit für die Einzelnen ein lebendiges Aushandeln zwischen eigener Weltanschauung und fixiertem kollektivem Glaubens- und Wertekonsens möglich bleibt und sie nicht dazu gezwungen sind, »ein für allemal«, äußere Programme vollständig zu verinnerlichen, fundamentalistisch zu vertreten oder dies gar »vorzuheucheln«?" (S. 105)

 

"Je breiter der Raum an möglichen Differenzen zwischen persönlichem Glauben samt Wertvorstellungen und denjenigen der arbeitgebenden Marke ist, desto mehr können Arbeitnehmende dazu ermutigt werden, in der Arbeit an ihrem eigenen Credo im Glaubenslebenslauf fortzufahren, was wiederum zu mehr Authentizität

und weniger formel- und masken- bzw. musterhaftem Auftreten beitragen kann." (S. 106)

 

  1. Vorder- und Hinterbühnen der alltäglichen Darbietungen spiritueller Identitätsperformanzen / Selbstinszenierung
    • Glaube ist darf keine Privatsache sein —> geistliche Gemeinschaftserlebnisse werden erwartet
      • Interviewte betonen, dass sie sich nicht gezwungen fühlen, sondern diese Erfahrungen wertschätzen und genießen
      • Gefahr: Missbrauch durch Manipulation (vgl. S. 108)

"Im Kontext der Alltagsinszenierung an den AHF-Schulen wird erwartet, dass die Lehrerinnen und Lehrer ihr frommes Selbstbewusstsein auf den schulinternen Vorderbühnen, insbesondere in den Andachten und in Einzel- aber auch Klassengesprächen, mitteilen und darstellen und somit ihre »lebendige Beziehung zu Jesus« nicht als »Privatangelegenheit auf Hinterbühnen« verbergen." (S. 106)

 

"Eine generelle Verpflichtung zu solcher Darbietung persönlicher Christus-bzw. Gotteserfahrungen in regelmäßigen Andachten, ist aus religionspsychologischer Hinsicht als auffällig einzustufen, wird hier doch ggf. schutzbedürftiges Hinterbühnen-Spiel durch Arbeitsverpflichtung auf Vorderbühnen gezerrt... Doch die meisten betonen, dass sie die Offenheit untereinander ausdrücklich genießen, besonders auch im Blick auf die persönlichen Nöte und Schwächen, einschließlich des Wissens um die Fehlerhaftigkeit der eigenen Person und die »wunderbaren Gottes- und Gebetserhörungserfahrungen «, die jeder und jede auf seine bzw. ihre Weise habe." (S. 107)

"Für eine salutogenetische Begleitung von Arbeitnehmenden im religiösen Feld ist auf Maßnahmen zu achten, die verhindern, dass die Einzelnen genötigt werden, mehr von sich preis zu geben, als ihnen guttut. Dabei steigt der Bedarf an  (geistlicher) Begleitung religiöser Berufe in Aus-, Fort- und Weiterbildung, in systemischer Begleitung und Supervision, in der solche  Unterscheidungen von Vorder- und Hinterbühnen, Rollen- und Selbstentäußerungen und die Fähigkeiten Grenzen zu ziehen, reflektiert werden können." (S. 108)

Fußnote: Salutogenese wendet sich der Erforschung der Prozesse zu, die Gesundheit erhalten und fördern.

 

  1. Abgrenzung und Offenheit zu anderen Weltanschauungen in der zunehmenden Fragmentierung der Gesellschaft / Identitätsinszenierung
    • Abgrenzung von anderen Weltanschauungen vs. Schutz vor Spaltung und Frontenbildung in der Gesellschaft; persönliche Positionierung statt elitärer Absonderung, aber die freie Glaubens- und Meinungsentwicklung der Schüler wird betont

 

"Die Lehrerinnen und Lehrer artikulieren, dass sie sich bemühen, dass die Kinder und Jugendlichen an ihrem Beispiel erkennen, dass das Bekennen und Durchhalten einer profilierten Werte- und Glaubenshaltung wichtig ist und zum persönlichen Lebenserfolg beiträgt. Sie stehen dabei für eine gefestigte Position, die ein »Wir« repräsentiert, das sich von »den Anderen«, insbesondere atheistischen, agnostischen und liberalen Überzeugungen abgrenzt und auch davor bewahren soll, insgesamt eine – aus ihrer Sicht – allzu flexible, jeweils thematisch ad hoc bezogene Welteinstellung bzw. agile Selbstpositionierung in einer pluralen Gesellschaft einzunehmen." (S.108-109)

"Grundhaltung des gemeinsamen Lernens in der Schule, die für das erfolgreiche Leben vorbereiten soll, ist das gemeinsame, bekenntniskonforme »Wir« der Gläubigen, die mit »Jesus im Bund stehen«, im Kontrast zur gottvergessenen Welt." (S. 109)

"Die Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich, »dass der Funke übergesprungen ist« und dass die Schülerinnen und Schüler mit ihnen existentiell in diesem »Wir« verbunden bleiben als erfolgreiche herzensvernunftgebildete Menschen, die jedes Ereignis und jede Herausforderung »mit Jesus« meistern." (S.109)

"Spirituelle Identitätsperformerinnen und -performer sind für durch sie drohende Überwältigung mittels »Wir«-Idealisierungen und Machtmissbrauch zu sensibilisieren." (S. 110)

"Dies muss in Aus-, Fort- und Weiterbildung eingeübt werden, indem nicht nur die Stärken der eigenen Brand und die Schwächen der anderen betrachtet werden, sondern auch die Schwächen der Eigenen und die Stärken der anderen Weltanschauungen, Organisationen und Institutionen. Auf solche prinzipielle Offenheit und Bejahung der Pluralität im religiösen Feld sind schließlich nicht zuletzt die »Brandings of Faith« selbst wieder angewiesen." (S. 110)

 

  1. Selbstinszenierung und Außensteuerung der Individuen in der Pluralisierung der »Brandings of Faith« mit nicht zuletzt auch religionsverfassungsrechtlichen Implikationen / Selbst- und Fremdbestimmung
    • Wichtig für die Schule: religionsverfassungsrechtlicher Schutz und wohlwollendes Ansehen beim Staat
    • Verfasser warnt vor „Missbrauch des Brandings“, da Themen wie Gender und Homosexualität mithilfe des Bekenntnisses negativ interpretiert und damit antifreiheitliche Gesinnungen verbreitet werden (vgl. S. 111)

 

"Am Beispiel der August-Hermann-Francke Schulen in Lippe betrachteten wir »Brandings of Faith«, die religionsverfassungsrechtliche Freiheitsbestimmungen zur Errichtung von freien Bekenntnisschulen nutzen und dadurch die Vielfalt der weltanschaulich gebundenen Bildungsangebote vergrößern. Dies impliziert zahlreiche religionsverfassungsrechtliche Fragen." (S. 110)

"Insgesamt wurde deutlich, dass es für derartige Brandings of Faith entscheidend ist, religionsverfassungsrechtlich geschützt und von Seiten des Staates wohlwollend betrachtet zu werden. Zugleich kombinieren die evangelikalen Schulen mit ihrem Bekenntnis einen spezifischen Wertekanon, so dass die kulturelle Prägekraft des Glaubens gelebt werden kann. Bei den 12 von den AHF-Schulen herausgestellten Werten mischen sich religiöse Haltungen wie »Gottvertrauen « mit zwischenmenschlichen »Tugenden« wie Ehrlichkeit, Fleiß und Selbstannahme. Letztere wird durch bekenntniskonforme, harmatiologische Denkfiguren über die grundsätzliche Verlorenheit des Menschen an die Sünde so konnotiert, dass eine umfassende Kritik nicht nur an individuellen, sondern auch an pluralen, gesellschaftlichen Rollenbildern vermittelt werden kann. Diese Kritik wird dann mithilfe des Bekenntnisses religiös weiter begründbar, z. B. indem von Gottes Schöpfungsordnung, seiner angeblichen Verachtung von Homosexualität oder seiner angeblichen Fixierung von Geschlechterrollen gesprochen wird, so dass das religiöse Bekenntnis auch zum Einfallstor antifreiheitlicher Gesinnung werden kann." (S.111)

 

"Dies ist von den Verantwortlichen jedweder Ersatzschulen, jedes »Branding of Faith« und von staatlicher Seite selbst fortwährend kritisch zu begleiten, damit das Auseinanderdriften der Gesellschaft in unvereinbare Parallelwelten verhindert oder wenigstens moderiert werden kann." (S.111)

 

"Aus-, Fort- und Weiterbildung im gesamten religiösen Feld, in allen Brands, Organisationen, Institutionen etc., müssen entsprechend dabei unterstützten, dass Arbeitssubjekte durch Anleitung zur Informationsbeschaffung kritisch überprüfen und entscheiden können, »vor welchen Karren« an niemals unpolitischen Werten sie sich mit ihrer spirituellen Identitätsperformanz ggf. »spannen lassen«." (S. 111-112)

 

  1. traditionellen und gruppengemeinschaftlich anverwandelten Glaubensimaginationen in Ritualen als Ressourcen der christlichen Kulturpraxis für spirituelle Identitätsperformanzen
    • Tägliche Andachten als Schlüsselritual und Säule der Schulkultur
    • Jesus als Lehrer des Lebens

"In den AHF-Schulen werden vielfach die täglichen Andachten als das profilierende Schlüsselritual der Einrichtungen beschrieben. Diese dienen zur kollektiven Christus-Realisierung durch serielle Tätigkeit." (S.112)

"Alle Lehrerinnen und Lehrer formulierten, dass ihnen durch das gemeinsame geistliche Leben im Schulalltag Jesus selbst als vitale Imagination vor Augen stehe: Sie sehen ihn vor sich als denjenigen, der bei und in den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften, der Schulleitung und allen Mitarbeitenden anwesend sei. Dabei trägt er Züge eines Rabbis, eines Lebens-Lehrers, der immer danach gefragt werden kann und will, was er in spezifischen Situationen sagen und tun würde. Aus dieser Jesus-Imagination – so betonen die Lehrkräfte – ziehen sie fortwährend Kraft und Ermutigung. Sie erleben sich selbst in seinem lebenslangen Unterricht, zehren von seiner Didaktik und nehmen sich ihn zum Vorbild. Sie verstehen sich als Mitglieder einer lebenslangen Lerngemeinschaft, in der alle auf göttliche Wegweisung und Erziehung angewiesen bleiben. Auf diese pädagogisch-theologische Imagination der Lebensschule Jesu schwingen sich die Lehrerinnen und Lehrer in ihren gemeinsamen Andachten als Kollegium, mit den Schülerinnen und Schülern und in allgemeinen Schulgottesdiensten ein. Das Ritual ist – so geschichtsträchtig das Format »Andacht« sein mag – für sie nicht historisch verstaubt, sondern höchst lebendig." (S.113)

"Dies lässt über den Kontext der AHF-Schulen hinaus fragen: Was sind passende Rituale für spirituelle Identitätsperformanzen im 21. Jahrhundert? (S. 130) Welche geistlichen Imaginationen, welche Gottes- und Jesus-Bilder sollen und können sie etablieren, so dass sie den Individuen in den Belastungen ihrer Tätigkeit einleuchten und sie aus diesen heraus Bestärkung erfahren und etwas vom geistlichen Innern nach außen abstrahlen können?" (S. 113)

 "Als Quellen für christliche Imaginationen spiritueller Identitätsperformanzen, die in rituellen Formen Ausstrahlung gewinnen können, bieten sich biblische und kirchengeschichtliche, Texte, Artefakte, Liturgien und viele weitere Gestalten der Glaubenspraxis an. Aus theologischer Perspektive ist dabei grundsätzlich für einen historisch-kritischen, kontextualisierenden Umgang besonders mit den biblischen Texten zu werben und eine Hermeneutik zu fördern, die den Imaginationen des Alten und Neuen Testamentes nicht durch biblizistische ahistorische Über- und Eintragungen die Kraft raubt, sondern sie vielmehr durch theologische Reflexionsarbeit zu vertiefen vermag und zugleich die historische Situation der heutigen spirituellen Identitätsperformerinnen und -performer ernst nimmt. Gegenwärtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können und sollen nicht »einfach wie Petrus Jesus nachfolgen«, oder gar unter Missachtung der eigenen kulturellen Gegebenheiten, z. B. der Gleichberechtigung von Mann und Frau, oder der Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt, angeblich »biblische Rollenbilder« ohne historisch-kritische Reflexion repetieren." (S. 113-114)

Die Lehrerinnen und Lehrer der AHF-Schulen haben durch ihre gemeinsame Christus-Imagination als Lehrer ihres Lebens, der in der Schule »mit dabei ist« eine für sie identitätsstiftende und stabilisierende Vorstellung etabliert, die flankiert ist von vielen weiteren Bildern voller Nähe zwischen ihnen und Jesus als Freund, Ansprechpartner, Seelsorger, Bruder. Wie hoch das Bedürfnis nach eigenen in den Arbeitskontext so intensiv eingebetteten gemeinsamen Glaubens-Imaginationen in verschiedenen »Brandings of Faith« sein mag, ist jeweils mit den Menschen, die dort zusammenarbeiten, zu erkunden." (S. 114)

Sturmfrei in der Turnhalle der Grundschule

Jetzt in den Herbstferien ist die ganze Grundschule Detmold wie ausgestorben. Die Klassenräume sind leer und die Flure sind frei.Wie gut dasunsere Kita direkt nebenan istundwirimmer neue Spielräume haben. Der perfekte Zeitpunkt, um die Grundschule von innen zu erkunden. Sobald wir durch die Tür die Grundschule betraten, umgab uns eine ungewohnte Stille.  Wie bei einer geheimen Mission gingen wir durch die langen Flure der Schule um zur großen Turnhalle zu kommen. Was hatten sich die Erzieher denn für uns ausgedacht? Die ganze Turnhalle war umgebaut! Es gab eine große gelbe Rutschbahn. Wir waren alle richtig mutig und haben uns da drauf getraut. Von der Decke hingen lange dicke Seile,an den man sich hochziehen und schwingen konnte.Außerdem gab es da noch ein „Tor mit Rückprallwand“, da haben wir mit Kissen gegen geworfen. In den Kissen waren „Krümmelchen“ drin. Später haben die Erzieher Musik angemacht und wir haben geklatscht und getanzt. Wir hoffen bald sind wieder Ferien und wir können wieder in die große Turnhalle. 

Tabitha gewinnt den Vorlesewettbewerb

Auch in diesem Jahr gab es einen Vorlesewettbewerb für die Kinder der 4.Klassen. Als schulinterne Siegerin kämpfte Tabitha dann gegen die Gewinner der anderen Lemgoer Grundschulen... und gewann!!! Herzlichen Glückwunsch liebe Tabitha, das hast du super gemacht!!!

Hier findet man den Artikel aus der LZ vom 09.05.2023