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„Hühner“ im Sachunterricht

In den vergangenen Wochen haben wir uns im Sachunterricht der 2. Klassen intensiv mit dem Thema „Hühner“ beschäftigt. Dabei konnten die Kinder nicht nur viel über den Körperaufbau, die Lebensweise und die Entwicklung eines Huhns lernen, sondern auch ganz besondere Erfahrungen sammeln: In einem Brutkasten beobachteten wir befruchtete Eier auf ihrem Weg zum Küken. Täglich schauten wir gespannt nach Veränderungen und staunten darüber, wie aus einem Ei neues Leben entsteht – ein echtes Wunder der Schöpfung Gottes.

Die Freude war riesig, als schließlich ein Küken schlüpfte. Für die Kinder war dies ein unvergesslicher Moment voller Begeisterung und Staunen. Gleichzeitig wurde ihnen bewusst, wie kostbar und zerbrechlich Leben ist. Umso größer war der Schreck, als wir nach nur wenigen Tage am Morgen das Küken tot vorfanden.   Die Traurigkeit war bei allen spürbar.

Gemeinsam nahmen wir uns Zeit, über unsere Gefühle zu sprechen. Fragen nach Leben und Tod kamen auf. Wir sprachen darüber, dass Gott jedes Leben kennt und liebt und dass er uns auch in traurigen Momenten nahe ist. Besonders tröstlich war für viele Kinder der Gedanke, dass bei Gott alles Leben geborgen ist.

Spontan entschieden wir uns, eine kleine Beerdigung für das Küken zu gestalten. Noch am selben Vormittag versammelten wir uns, um Abschied zu nehmen. Mit Gebet und persönlichen Worten konnten die Kinder ihre Trauer ausdrücken und gleichzeitig Hoffnung auf vielfältige Weise erfahren.

Hoffnung, weil sie erleben durften, dass Traurigkeit erlaubt ist – aber nicht das letzte Wort hat, denn Gott ist auch im Schweren da. Hoffnung auch, durch das gemeinsame Ritual der Beerdigung, da es einen würdevollen Abschluss schaffte und die Kinder merkten, wir geben der Situation Sinn, obwohl sie sich sinnlos anfühlt.

Diese Unterrichtseinheit hat uns gezeigt, wie wertvoll es ist, Kindern Raum für echtes Erleben zu geben. Neben fachlichem Wissen konnten sie wichtige Erfahrungen im Umgang mit Freude, Verlust und Gemeinschaft sammeln. Dabei wurde auch deutlich: Manchmal machen wir Menschen Pläne – und es sind gute Pläne – und trotzdem gehen sie nicht so auf, wie wir es uns wünschen. Wir durften gemeinsam entdecken, dass Gott letztlich alles in seiner Hand hält, dass er Wege führt und auch dann bei uns ist, wenn Dinge anders verlaufen. Gerade darin liegt eine wichtige Erfahrung für das Wachstum im Glauben und im Vertrauen auf Gott.

GS Detmold

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Fr.: 7:30–13:00 Uhr