Osterempfang des Christlichen Schulvereins Lippe e.V.
Im Namen des Christlichen Schulvereins Lippe durfte unser Geschäftsführer, Peter Dück, beim Osterempfang neben Partnern aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Verwaltung auch die Vertreter der Partnerschule in den Niederlanden sowie den Gastredner, Prof. Dr. Krahl, Präsident der Technischen Hochschule OWL, auf dem alljährlichen Osterempfang begrüßen.
Zwei Schülerinnen der der 4. Klasse der August-Hermann-Francke Grundschule in Lemgo trugen schwungvoll die Highlights des letzten Jahres vor und ließen es sich auch nicht nehmen, Herrn Prof. Dr. Krahl ein paar Fragen zu stellen und ihm so den „thematischen Teppich“ für seinen Vortrag auszurollen.
Ein wichtiger Teil dieses Abends war ein Friedensgebet für die Ukraine, das von Pfarrer Tobias Treseler, ehem. Kirchenrat und Pfarrer der Lippischen Landeskirche, Pastor Nikolai Kimbel, Pastor der größten Freikirche in Lippe, und Yevhen Artiukh, Mitarbeiter in der Großpflegestelle Stapelage und selbst Betroffener des Krieges, gesprochen wurde. Die Übernahme der Großpflegestelle Stapellage, die ukrainischen Mitarbeiter des Christlichen Schulvereins Lippe und die Verbundenheit, die durch den Einsatz für die Flüchtlinge aus der Ukraine entstanden ist, machten diesen Programmpunkt sehr persönlich.
Prof. Dr. Krahl sprach anschließend in seinem Vortrag „Ich lerne sehen – vom Baum der Erkenntnis und von der Wissenschaft“ über die „Metamorphose einer Gesellschaft“ und einer „Zeit eines absoluten Umbruchs“. Die Digitalisierung bringe eine allumfassende Systemänderung der Gesellschaft mit sich und würde das möglich machen, was wir uns nicht vorstellen könnten. Konnte man sich in früheren Zeiten seine Zukunft aus seiner Vergangenheit erschließen, so sei dies heutzutage nicht mehr möglich. Das Streben nach Erkenntnis sei ein menschlicher Grundtrieb, der zu Unrast führe. Der Mensch müsse lernen zu sehen, dies bedeute sich auf Dinge einzulassen, die man nicht erwartet habe und sich auf eine Situation einzulassen, die man vielleicht gar nicht möge. Für die Bildungseinrichtungen stelle sich die Frage: Wie lehren wir sehen und wie gehen wir in Zukunft mit Bildung um? „Kreatives Denken und das Vermitteln von Werten, wie Sie es an dieser Schule tun, sind Schlüsselqualifikationen“, so Prof. Dr. Krahn. Auch die Liebe zum Amt, zum Beruf und zu den Schülern wäre ein Muss für jeden Lehrenden.
Der gesamte Abend wurde vom Streicherensembles der AHF-Schulen musikalisch untermalt. Nach dem offiziellen Programm gab es die Möglichkeit zum Austausch und Netzwerken bei einem Stehbuffet.