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Gesamtschule verabschiedet die 10er

Lange bangten die Abschlussklassen um ihre Abschlussfeiern und zeigten sich auf den Feiern umso glücklicher, dass es doch geklappt hat. Vergangene Woche durften die vier Klassen an jeweils einem Abend samt Testung, Maske, Abständen und zwei Begleitpersonen ihre Feierlichkeiten durchführen.

Die Turnhalle war kaum wiederzuerkennen: Mit viel Engagement, Kreativität und Herzblut verwandelten die Schülerinnen und Schüler die Turnhalle innerhalb weniger Stunden in eine Festhalle. Schwarz und Gold waren die dominierenden Farben der elegant wirkenden Dekoration. Ebenso glänzen konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Abschlüssen: 81% der Absolventen erreichten einen Abschluss mit Q-Vermerk, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt, davon haben 43 Schüler sogar eine Eins vor dem Komma stehen. Manuel Kehler (10a) stellte mit einem Notenschnitt von 1,08 das jahrgangsbeste Zeugnis, gefolgt von Delia Block (10b) und Silas Karsten (10d) mit einem Notendurchschnitt von 1,2.

Insgesamt ist es der beste Abschlussjahrgang der vergangenen 25 Jahre an der August-Hermann-Francke Gesamtschule. Erfreut darüber zeigte sich auch Schulleiter Ingo Krause: „Ein Schuljahr wie kein anderes ging für die Schulgemeinschaft zu Ende. Die Herausforderungen und Strapazen der vergangenen 15 Monate lassen sich kaum zusammenfassen. Die ganz große Sorge um das Virus, die Gesundheit und das Leben der Menschen, der ständige Wechsel von Vorschriften und Regeln und die Herausforderungen beim Distanzunterricht haben viel Kraft gekostet. Sicher hätte man etwas anderes erwarten können, aber Gott hat unser Gebet erhört, dass keinem Schüler oder Mitarbeiter langfristig durch die Pandemie ein Nachteil entstehen sollte. Wir sind also sehr dankbar, dass Gott uns bis hierher durchgetragen hat.“

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten standen nicht nur die Vergabe der Abschlusszeugnisse, sondern auch Spiel und Spaß, bei dem vorrangig die Lehrerinnen und Lehrer zum Zuge kamen und sich wacker zu schlagen wussten. So dann kam auch echte Wehmut auf, als das Ende der langen Reise an der Gesamtschule ins Bewusstsein der Schulgemeinschaft rückte und hie und da die ein oder andere Träne vergossen wurde.

 

Gesamtschüler als Forscher unterwegs

Durch das Aquarium kann man schon ein bisschen etwas von unserem Schülerlabor sehen, aber was wirklich dahinter abgeht, das erkläre ich euch jetzt mal.

In der „Jugend forscht“- AG treffen wir uns jeden Mittwoch und überlegen uns Forschungen, mit denen wir Fragen rund um die Fachbereiche Biologie, Informatik, Chemie, Physik, Mathematik, Arbeitslehre und Technik klären wollen. Jeder kann sich sein eigenes Projekt überlegen und durchführen. Ob im Team oder alleine, ist egal.

Wenn du dein Projekt fertig und deine ganze Forschung auf Papier gebracht hast und gerne einen Preis dafür erhalten willst, musst du dich bei Frau Neufeld melden. Sie beaufsichtigt die Projekte und meldet dich beim „Jugend forscht“- Wettbewerb an. Der Wettbewerb ist ein großes Abenteuer für jeden großen und kleinen Forscher. Früh am Morgen geht es los: du baust dein Projekt auf und kurz danach geht auch schon die Jury rum. Du stellst dich und dein Projekt vor. Wenn du fertig bist, stellen sie dir Fragen rund um dein Projekt und auch über deine schriftliche Arbeit.

Natürlich musst du nicht nur dein Projekt vorstellen, sondern kannst auch die Forschungen der anderen kennenlernen und es ist immer etwas Interessantes dabei, wovon man auch viel lernen kann. Am Nachmittag sind dann die Türen für Besucher und Schaulustige weit offen. Sie gehen herum und können dir auch noch mal Fragen zu deiner Forschung stellen. Die Jury zieht sich in der Zeit, wo die Besucher da sind, zurück und bespricht, welches Projekt ihnen besonders gut gefallen hat. Abends findet dann endlich die Siegerehrung statt und da sind alle ganz gespannt. Jeder kriegt eine Urkunde und einen Preis dafür, dass man teilgenommen hat. Die ersten drei Plätze aus jedem Fachbereich erhalten auch einen kleinen Geldbetrag. Aber auch die Sieger von jedem Fachbereich werden bekannt gegeben. Es gibt für jeden Fachbereich eine Rangordnung. Die ersten aus dem  jeweiligen Fachbereich kommen auf die nächste Ebene, wo sie an einem anderen Tag nochmals ihr Projekt vorstellen. Der Wettbewerb ist eine schöne Erfahrung und man sieht, was andere Schüler in deinem Alter so machen. An dem Wettbewerb kannst du immer wieder teilnehmen. Ich selber habe erst einmal teilgenommen, aber mir hat es sehr gut gefallen, so dass ich nächstes Mal zu 100 % wieder dabei sein will. Wenn dich die AG und Forschung neugierig gemacht hat, schau mal oben beim Schülerlabor vorbei.

Summer Elaine Mosler, 8d

 

Gesamtschüler glänzen bei Kreismeisterschaften

Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule durften in den letzten Wochen insgesamt sechs Mal den Gewinn der Kreimeisterschaften in unterschiedlichen Wettkampfklassen in den Sportarten Volleyball und Basketball bejubeln.

Ein besonderer Dank gilt dabei dem ehemaligen und mittlerweile pensionierten Lehrer Johann Hopp, der unsere Schülerinnen und Schüler hervorragend auf die Kreismeisterschaften im Rahmen der AGs vorbereitet und eingestellt hat.

Glatteisgefahr - Empfehlung für den 19.12.2022: bleibt zu Hause

Liebe Eltern,

da es keine generelle Absage des Schulunterrichts im Kreis Lippe gibt, möchten wir Sie auf die verbreitete Glatteisgefahr hinweisen.

Sie als Eltern entscheiden, ob der Schulweg für ihr Kind zu gefährlich ist und es besser zu Hause bleibt.

Vom Kreis Lippe hat es nur diese Pressemitteilung gegeben: https://www.kreis-lippe.de/kreis-lippe/aktuelles/meldungen/bevoelkerungsschutz/unwetterwarnung-vor-glatteis-im-kreis-lippe-empfehlung-fuer-die-kreisschulen.php

 Auch einige Lehrkräfte haben sich schon bei uns gemeldet, dass sie im Moment nicht zur Schule kommen können.

Regulärer Unterricht wird daher kaum möglich sein. 

Wir empfehlen daher die Schüler zu Hause zu lassen. Eine Notbetreuung wird in der Schule eingerichtet. 

Herzliche Einladung zum Elternforum "Menschen mit ADHS verstehen" am 22.09. um 19.30 Uhr

Haben oder kennen Sie auch unkonzentrierte, verträumte leicht ablenkbare, impulsive oder hyperaktive Kinder oder Erwachsene in Ihrer Familie, in der Schulklasse Ihres Kindes, im Verein oder Verwandtschaft? Das Phänomen ADHS, fachlich Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, wird oft als Modeerscheinung abgetan, ist tatsächlich aber schwer zu diagnostizieren oder wird oft nicht richtig erkannt. Umso wichtiger ist es, sich aus erster Hand zu informieren: Was ist ADHS? Wie können wir Betroffene verstehen und angemessen mit ihnen umgehen? Wie wird man vom Fehlerpolizisten zum Schatzsucher?

Arno Backhaus, selbst ADHSler, will Betroffene, Interessierte und Fachkräfte aufschließen und auf eine neue Spur bringen, wenn sie aus dem Störfaktor „ADHS“ einen Kreativposten machen: „Auch du hast Stärken“ (AdhS). Er zeigt Chancen auf, die in dieser Störung liegen, und macht Mut, auch die außergewöhnlichen Begabungen der AHDS-Personen zu erkennen und zu fördern. Kein schwer verständliches Fach-Seminar über medizinische Feinheiten erwartet Sie, sondern verständliche, bodenständige Informationen und Erfahrungen aus dem Erziehungs- und Erwachsenen-Alltag eines Betroffenen.
Arno Backhaus ist bundesweit unterwegs und berichtet in Schulen, Kindergärten und Kirchen von seinen Erfahrungen mit schwierigen Situationen
in der Kindererziehung und im Alltag von ADHS-Erwachsenen. Während des Seminars gibt es die Möglichkeit sich auszutauschen und Fragen zu stellen. Bringen Sie gerne auch Freunde und Bekannte zu diesem Vortrag mit. Im Blick sind nicht nur Eltern, Erzieher und Lehrer, sondern auch Partner von ADHSlern.
Im Foyer stellt Herr Backhaus seinen Büchertisch aus, an dem Medien zum aktuellen Thema erworben werden können.

 

 

In der Georgstraße ist was los!

176 LKW-Ladungen Beton wurden am heutigen Freitag angeliefert. Die Sohle für das erste Teilstück des Neubaus unserer Gesamtschule wird gegossen. In den nächsten Monaten und Jahren soll bis Sommer 2023 in L-Form ein Gebäude mit Aula, KLassenräumen und vielem mehr entstehen.

Mit einem Startgottesdienst und Seminartagen ins neue Schuljahr

Bevor es nächste Woche wieder für die Schüler losgeht, starten die Lehrer schon mit einem Gottesdienst. 

Dabei wurden langjährige Mitarbeiter für ihre Jubiläen geehrt. 

 

Im Anschluss starteten die Sommerseminare, die alle Lehrkräfte unserer Schulen zusammenführten. Sie wurden positiv aufgenommen und boten sowohl beruflichen als auch persönlichen Mehrwert. Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf die inspirierenden Impulse zurück, die diese erfolgreiche Veranstaltungen hervorgebracht haben.

Hier ein Rückblick dazu:  Recap-Sommerseminare

 

 

 

Projekt „Free life“

Letzte Woche erlebten die Schüler und Schülerinnen der 8. Klassen der Gesamtschule Projekttage mit dem Thema „Free Life – Gib Sucht keine Chance“. Anhand von interaktiven Vorträgen und Workshops, die von Mitarbeitern der Schulsozialarbeit angeboten wurden, setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie Sucht und Identität auseinander. Da dies Themen sind, die den Kindern unserer Zeit zwangsläufig irgendwann begegnen, war es ein Anliegen unserer Schulsozialarbeit, sie zu sensibilisieren und vorzubereiten. In diesem Projekt wurden praktische und alltagsnahe Verhaltensweisen und Handlungsstrategien mit den Schülern ausgearbeitet, die sie vor den verschiedenen Süchten wie bspw. Medien-/ oder Magersucht schützen können. Auch ein pädagogischer Erlebnisparcours, bei dem sie verschiedene Sozialkompetenzen kennenlernen, erleben, reflektieren und weiterentwickeln konnten, sollte dabei helfen, die Kinder stark für ihr Leben zu machen. Sie beschäftigten sich u.a. mit ihrem Selbstbewusstsein, mit ihren Stärken und Schwächen und mit ihren und den Grenzen anderer. Auch der Glaube an Gott und wie dieser vor einer Sucht schützen oder aus einer Sucht heraushelfen kann wurde angesprochen.

 

Schnell mal auf die andere Seite der Erde?! Ein Reisebericht über Paraguay

Schnell mal auf die andere Seite der Erde?! Für mich und die anderen 16 Reiseteilnehmer ging das tatsächlich. Wir flogen mit 13 Schülern der August-Hermann-Franke Schule Detmold, der Georg-Müller-Schule Bielefeld und der Freien Christlichen Bekenntnisschule Gummersbach mit vier Erwachsenen vom 03. bis 23. Oktober 2025 nach Paraguay. Im Rahmen einer Schulpartnerschaft organisiert Klaus Bamberger im Zweijahresrhythmus diese Bildungs- und Begegnungsreise. Da im letzten Jahr Ende November die GMS zum ersten Mal Gastschüler aus Paraguay aufgenommen hat, hatten auch Schüler und Schülerinnen der GMS in diesem Jahr die Möglichkeit, an diesem Gegenbesuch teilzunehmen. Also machten wir uns am Freitag, den 3. Oktober, auf den Weg. Vom Frankfurter Flughafen ging es über Madrid nach Asuncion (der Hauptstadt von Paraguay). Von dort aus fuhren wir dann noch sechs Stunden mit dem -zum Glück klimatisierten- Reisebus in den Chaco. So kamen wir dann am 4. Oktober gegen 16:00 Uhr in Loma Plata an. Die Gastfamilien und das Wetter bereiteten uns einen sehr warmen und herzlichen Empfang (wir sprechen hier von ca. 40 Grad im Schatten).

Während der Zeit in den Gastfamilien besichtigten wir den Schlachtbetrieb, die Baumwollentkernung, die Milchverarbeitung und die Erdnussverarbeitung und verschiedene Museen, besuchten aber auch soziale Einrichtungen, wie die Cooperative und die ASCIM. Auch der Besuch von vier verschiedenen Schulen durfte nicht fehlen. Ein Rundflug über Loma Plata und Umgebung waren eines der vielen Highlights dieser Reise. Während unserer Rundreise besichtigten wir das zweitgrößte Wasserkraftwerk der Welt, Itaipu, und das größte Wasserfallsystem Cataratas Iguacu , das Leprakrankenhaus Km81, den Vogelpark Parque das Aves und die Töpferstadt Aregua. Vieles von dem, was wir sahen, war so anders und fast schon fremd. Vor allem Pflanzen und Tiere waren sehr beeindruckend und es war großartig, viele Tiere mit eigenen Augen zu sehen, die sonst nur in Bilderbüchern, Videos und Fotos zu sehen sind. Doch die Dinge, die wir beispielsweise in den Kolonien im Chaco gesehen haben, waren auch so ähnlich zu dem, was wir von hier aus Deutschland kennen.

Für mich hatte die Reise einen großen Mehrwert, nicht nur wegen des Landes, sondern auch wegen der Menschen. Vor allem die Gastfreundschaft in den Kolonien hat es uns sehr einfach gemacht, uns dort wie zuhause zu fühlen.

Trotz der Fülle an Programmpunkten war die Gemeinschaft mit der Reisegruppe sehr gut, selbst wenn es Meinungsverschiedenheiten gab. Zu jeder Zeit wussten wir uns von Gott getragen und durften seine Bewahrung erfahren. Seine Schöpfungskraft und Kreativität, deren Auswirkungen wir in Paraguay erfuhren, werden uns ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

Sicherlich wird diese Reise für manch einen nicht die letzte in dieses wunderschöne Land gewesen sein.

Emily Janzen, Q1, Georg-Müller-Schule Bielefeld, November 2025 

 

Bei Interesse, als Gastfamilie oder als Reisender an der Schulpartnerschaft Teil zu haben, meldet euch gerne bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Jedes Jahr ab Mitte November besuchen uns zwölf deutschsprechende Schüler aus den Mennonitenkolonien im Chaco (Loma Plata) und alle zwei Jahre vor und in den Herbstferien wollen wir zu einem Gegenbesuch in den Chaco reisen.

Klaus Bamberger

Sechstklässler begeistern mit Musical

Kurz vor den Osterferien begannen die Proben für das Musical „Petrus ein Superstar?!“ mit 120 Schülern aller vier Klassen des sechsten Jahrgangs der August-Hermann-Francke Gesamtschule.  

Kein einfaches organisatorisches Unterfangen für alle Beteiligten, war doch der gesamte Jahrgang mit 120 Schülern bei den mehrtätigen Proben anwesend. Auch zuhause mussten Texte und Lieder auswendig gelernt und eingeübt werden, was besonders viel Disziplin und Selbständigkeit von den Schülern einforderte. Das Üben hat sich gelohnt: Souverän zeigten sie sich bei dem Vortragen der Lieder und der eingeübten Choreografie und nahmen das Publikum in Petrus‘ bewegte Geschichte hinein.Inhaltlich handelt das Musical von Petrus‘ Höhen und Tiefen, die er im Laufe seines Lebens erlebt und feststellt, dass man kein Superstar sein, nicht hübsch aussehen und Erfolg haben muss, um von Gott geliebt zu sein. „Du bist einzigartig und wertvoll von Gott gemacht, unendlich geliebt bist du!“, lautete die Kernbotschaft des Musicals. 

Das Musical „Petrus – ein Superstar?!“ wurde von Alexander Lombardi vom WDL (Wort des Lebens) geschrieben, der mit seinem Team in den vergangenen Tagen vor Ort war und gemeinsam mit den Musiklehrern der Gesamtschule die jungen Schauspieler bei den Proben unterstützte. 

 

Sieg im Schulentscheid an der Gesamtschule

Lara Neufeld ist die Gewinnerin des letztjährigen Schulentscheids 2022 an der AHF Gesamtschule in Detmold. Sie setzte sich in einem hochkarätigen Finale gegen Jasmin Neufeld durch, die den zweiten Platz belegte. Alle Schulsieger starten nun in die nächste Runde des Wettbewerbs – den Stadt- bzw. Kreisentscheid, welcher Ende Januar 2023 stattfindet.

Mit Engagement und Lesefreude zogen die Schüler der Klassen 6a-d ihre Zuhörer in den Bann und weckten Interesse an zahlreichen neuen Geschichten. Letztlich konnte Lara Neufeld die Jury ganz besonders mit ihrer Vorleseleistung überzeugen. Die schulbesten Vorleser wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhielten eine kleine Aufmerksamkeit. Auf den Gewinner wartet beim Stadt-/Kreisentscheid zusätzlich ein besonderes Buchgeschenk. Bundesweit nehmen jährlich rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen am Vorlesewettbewerb teil. Er ist der größte und traditionsreichste Schülerwettbewerb Deutschlands und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.



Sportlich & erfolgreich!

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule aus der Wettkampfklasse IV nahmen am Dienstag an den Leichtathletik- Kreismeisterschaften in Detmold teil.  
Unter Anleitung von Herrn Ediger, der die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Leichtahtletik - AG wöchentlich betreut, durfte man sich mit 5 weiteren Schulen messen und sich am Ende des Tages über einen starken zweiten Platz freuen, der zur Teilnahme am Westfalenfinale in Rheine berechtigt!

Studie: Christus als "Lehrer ihres Lebens"

Ausgangspunkt der Studie 

„Sein heilsgeschichtliches Ziel erhält der Unterricht insbesondere durch die Lehrerpersönlichkeit und den entsprechenden Lehrerhabitus. Lehrerpersönlichkeit und Lehrerhabitus werden in diesem Zusammenhang zusätzlich als die eines „Konversionsagenten“ bzw. eines „Konversionsbegleiters“ genauer bestimmt.“ (Roser 2017 - Schöpfungswissenschaft an evangelikalen Bekenntnisschulen) 

 

Fazit 

Im Spiegel der Ergebnisse lassen sich fünf grundlegende Aspekte spiritueller Identitätsperformanzen in der Gegenwart zuspitzen, die für alle Akteurinnen und Akteure auch über den Kontext der August-Hermann-Francke Schulen in Lippe, als spezielle Brand freier christlicher Ersatzschulen, hinaus, insbesondere für Kirche und Diakonie, weitere etablierte und neu entstehende »Brandings of Faith«, sowie in Teilen auch für staatliche Ordnungsinstanzen relevant sind:

Diese Aspekte betreffen die ambivalenten Dynamiken zwischen

 

  1. In »Brandings of Faith« festgelegten Bekenntnissen zu individuellen Credos
    • Gemeinsames Bekenntnis von Lehrern, Eltern und Schülern sowie davon ausgehender Segen Gottes als Grundlage des Erfolgs

"Theologisch-heilsgeschichtlich ist in evangelikaler Perspektive das Bekenntnis insbesondere zum Wort Gottes als überzeitliche, ewige Richtschur des Alltags die Basis für die Deutung der Prosperität der Schulen durch Gottes Segen. Mit diesem Gründungsnarrativ verbinden die Lehrkräfte ihre eigene Biographie und begreifen sich als Teil einer gottgesegneten, weltweiten evangelikalen Spiritualität." (S. 104)

 

"Die interviewten Lehrerinnen und Lehrer zeigen in ihren Selbstdarstellungen durchgängig, dass sie diesen Auftrag verstanden haben und keine Zweifel daran aufkommen lassen wollen, dass ihr persönliches Glaubensbekenntnis deckungsgleich mit dem Credo und Wertekanon der Marke AHF-Schulen bzw. der Evangelischen Allianz ist. Sie gestalten die von ihnen geforderte Verbindung von Glaubens- und Werteerziehung allein und als Kollegium facettenreich. Da sie nicht allein mit Worten agieren (können), weil die explizite Verkündigung des Glaubens stets mit dem Überwältigungsverbot von Schülerinnen und Schülern in Spannung gerät und – wichtiger noch – im Sinne des Markeninteresses der Schule zweitrangig ist, nutzen sie umso mehr Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche, Eltern und ihre Kolleginnen und Kollegen durch transparente Darstellung ihrer eigenen frommen Persönlichkeit punktuell nonverbal, aber »allezeit auskunftsbereit« zu inspirieren." (S. 104)

 

  • Betonung auf Lebendigkeit und Freiheit des evangelischen Geistes —> totalitäre Ansprüche auf Arbeitnehmer dürfen nicht auftreten; Grenzen der möglichen Abweichung müssen dennoch klar formuliert sein

 

"Wie viel Kompromissbereitschaft müssen alle Beteiligten mitbringen, damit für die Einzelnen ein lebendiges Aushandeln zwischen eigener Weltanschauung und fixiertem kollektivem Glaubens- und Wertekonsens möglich bleibt und sie nicht dazu gezwungen sind, »ein für allemal«, äußere Programme vollständig zu verinnerlichen, fundamentalistisch zu vertreten oder dies gar »vorzuheucheln«?" (S. 105)

 

"Je breiter der Raum an möglichen Differenzen zwischen persönlichem Glauben samt Wertvorstellungen und denjenigen der arbeitgebenden Marke ist, desto mehr können Arbeitnehmende dazu ermutigt werden, in der Arbeit an ihrem eigenen Credo im Glaubenslebenslauf fortzufahren, was wiederum zu mehr Authentizität

und weniger formel- und masken- bzw. musterhaftem Auftreten beitragen kann." (S. 106)

 

  1. Vorder- und Hinterbühnen der alltäglichen Darbietungen spiritueller Identitätsperformanzen / Selbstinszenierung
    • Glaube ist darf keine Privatsache sein —> geistliche Gemeinschaftserlebnisse werden erwartet
      • Interviewte betonen, dass sie sich nicht gezwungen fühlen, sondern diese Erfahrungen wertschätzen und genießen
      • Gefahr: Missbrauch durch Manipulation (vgl. S. 108)

"Im Kontext der Alltagsinszenierung an den AHF-Schulen wird erwartet, dass die Lehrerinnen und Lehrer ihr frommes Selbstbewusstsein auf den schulinternen Vorderbühnen, insbesondere in den Andachten und in Einzel- aber auch Klassengesprächen, mitteilen und darstellen und somit ihre »lebendige Beziehung zu Jesus« nicht als »Privatangelegenheit auf Hinterbühnen« verbergen." (S. 106)

 

"Eine generelle Verpflichtung zu solcher Darbietung persönlicher Christus-bzw. Gotteserfahrungen in regelmäßigen Andachten, ist aus religionspsychologischer Hinsicht als auffällig einzustufen, wird hier doch ggf. schutzbedürftiges Hinterbühnen-Spiel durch Arbeitsverpflichtung auf Vorderbühnen gezerrt... Doch die meisten betonen, dass sie die Offenheit untereinander ausdrücklich genießen, besonders auch im Blick auf die persönlichen Nöte und Schwächen, einschließlich des Wissens um die Fehlerhaftigkeit der eigenen Person und die »wunderbaren Gottes- und Gebetserhörungserfahrungen «, die jeder und jede auf seine bzw. ihre Weise habe." (S. 107)

"Für eine salutogenetische Begleitung von Arbeitnehmenden im religiösen Feld ist auf Maßnahmen zu achten, die verhindern, dass die Einzelnen genötigt werden, mehr von sich preis zu geben, als ihnen guttut. Dabei steigt der Bedarf an  (geistlicher) Begleitung religiöser Berufe in Aus-, Fort- und Weiterbildung, in systemischer Begleitung und Supervision, in der solche  Unterscheidungen von Vorder- und Hinterbühnen, Rollen- und Selbstentäußerungen und die Fähigkeiten Grenzen zu ziehen, reflektiert werden können." (S. 108)

Fußnote: Salutogenese wendet sich der Erforschung der Prozesse zu, die Gesundheit erhalten und fördern.

 

  1. Abgrenzung und Offenheit zu anderen Weltanschauungen in der zunehmenden Fragmentierung der Gesellschaft / Identitätsinszenierung
    • Abgrenzung von anderen Weltanschauungen vs. Schutz vor Spaltung und Frontenbildung in der Gesellschaft; persönliche Positionierung statt elitärer Absonderung, aber die freie Glaubens- und Meinungsentwicklung der Schüler wird betont

 

"Die Lehrerinnen und Lehrer artikulieren, dass sie sich bemühen, dass die Kinder und Jugendlichen an ihrem Beispiel erkennen, dass das Bekennen und Durchhalten einer profilierten Werte- und Glaubenshaltung wichtig ist und zum persönlichen Lebenserfolg beiträgt. Sie stehen dabei für eine gefestigte Position, die ein »Wir« repräsentiert, das sich von »den Anderen«, insbesondere atheistischen, agnostischen und liberalen Überzeugungen abgrenzt und auch davor bewahren soll, insgesamt eine – aus ihrer Sicht – allzu flexible, jeweils thematisch ad hoc bezogene Welteinstellung bzw. agile Selbstpositionierung in einer pluralen Gesellschaft einzunehmen." (S.108-109)

"Grundhaltung des gemeinsamen Lernens in der Schule, die für das erfolgreiche Leben vorbereiten soll, ist das gemeinsame, bekenntniskonforme »Wir« der Gläubigen, die mit »Jesus im Bund stehen«, im Kontrast zur gottvergessenen Welt." (S. 109)

"Die Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich, »dass der Funke übergesprungen ist« und dass die Schülerinnen und Schüler mit ihnen existentiell in diesem »Wir« verbunden bleiben als erfolgreiche herzensvernunftgebildete Menschen, die jedes Ereignis und jede Herausforderung »mit Jesus« meistern." (S.109)

"Spirituelle Identitätsperformerinnen und -performer sind für durch sie drohende Überwältigung mittels »Wir«-Idealisierungen und Machtmissbrauch zu sensibilisieren." (S. 110)

"Dies muss in Aus-, Fort- und Weiterbildung eingeübt werden, indem nicht nur die Stärken der eigenen Brand und die Schwächen der anderen betrachtet werden, sondern auch die Schwächen der Eigenen und die Stärken der anderen Weltanschauungen, Organisationen und Institutionen. Auf solche prinzipielle Offenheit und Bejahung der Pluralität im religiösen Feld sind schließlich nicht zuletzt die »Brandings of Faith« selbst wieder angewiesen." (S. 110)

 

  1. Selbstinszenierung und Außensteuerung der Individuen in der Pluralisierung der »Brandings of Faith« mit nicht zuletzt auch religionsverfassungsrechtlichen Implikationen / Selbst- und Fremdbestimmung
    • Wichtig für die Schule: religionsverfassungsrechtlicher Schutz und wohlwollendes Ansehen beim Staat
    • Verfasser warnt vor „Missbrauch des Brandings“, da Themen wie Gender und Homosexualität mithilfe des Bekenntnisses negativ interpretiert und damit antifreiheitliche Gesinnungen verbreitet werden (vgl. S. 111)

 

"Am Beispiel der August-Hermann-Francke Schulen in Lippe betrachteten wir »Brandings of Faith«, die religionsverfassungsrechtliche Freiheitsbestimmungen zur Errichtung von freien Bekenntnisschulen nutzen und dadurch die Vielfalt der weltanschaulich gebundenen Bildungsangebote vergrößern. Dies impliziert zahlreiche religionsverfassungsrechtliche Fragen." (S. 110)

"Insgesamt wurde deutlich, dass es für derartige Brandings of Faith entscheidend ist, religionsverfassungsrechtlich geschützt und von Seiten des Staates wohlwollend betrachtet zu werden. Zugleich kombinieren die evangelikalen Schulen mit ihrem Bekenntnis einen spezifischen Wertekanon, so dass die kulturelle Prägekraft des Glaubens gelebt werden kann. Bei den 12 von den AHF-Schulen herausgestellten Werten mischen sich religiöse Haltungen wie »Gottvertrauen « mit zwischenmenschlichen »Tugenden« wie Ehrlichkeit, Fleiß und Selbstannahme. Letztere wird durch bekenntniskonforme, harmatiologische Denkfiguren über die grundsätzliche Verlorenheit des Menschen an die Sünde so konnotiert, dass eine umfassende Kritik nicht nur an individuellen, sondern auch an pluralen, gesellschaftlichen Rollenbildern vermittelt werden kann. Diese Kritik wird dann mithilfe des Bekenntnisses religiös weiter begründbar, z. B. indem von Gottes Schöpfungsordnung, seiner angeblichen Verachtung von Homosexualität oder seiner angeblichen Fixierung von Geschlechterrollen gesprochen wird, so dass das religiöse Bekenntnis auch zum Einfallstor antifreiheitlicher Gesinnung werden kann." (S.111)

 

"Dies ist von den Verantwortlichen jedweder Ersatzschulen, jedes »Branding of Faith« und von staatlicher Seite selbst fortwährend kritisch zu begleiten, damit das Auseinanderdriften der Gesellschaft in unvereinbare Parallelwelten verhindert oder wenigstens moderiert werden kann." (S.111)

 

"Aus-, Fort- und Weiterbildung im gesamten religiösen Feld, in allen Brands, Organisationen, Institutionen etc., müssen entsprechend dabei unterstützten, dass Arbeitssubjekte durch Anleitung zur Informationsbeschaffung kritisch überprüfen und entscheiden können, »vor welchen Karren« an niemals unpolitischen Werten sie sich mit ihrer spirituellen Identitätsperformanz ggf. »spannen lassen«." (S. 111-112)

 

  1. traditionellen und gruppengemeinschaftlich anverwandelten Glaubensimaginationen in Ritualen als Ressourcen der christlichen Kulturpraxis für spirituelle Identitätsperformanzen
    • Tägliche Andachten als Schlüsselritual und Säule der Schulkultur
    • Jesus als Lehrer des Lebens

"In den AHF-Schulen werden vielfach die täglichen Andachten als das profilierende Schlüsselritual der Einrichtungen beschrieben. Diese dienen zur kollektiven Christus-Realisierung durch serielle Tätigkeit." (S.112)

"Alle Lehrerinnen und Lehrer formulierten, dass ihnen durch das gemeinsame geistliche Leben im Schulalltag Jesus selbst als vitale Imagination vor Augen stehe: Sie sehen ihn vor sich als denjenigen, der bei und in den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften, der Schulleitung und allen Mitarbeitenden anwesend sei. Dabei trägt er Züge eines Rabbis, eines Lebens-Lehrers, der immer danach gefragt werden kann und will, was er in spezifischen Situationen sagen und tun würde. Aus dieser Jesus-Imagination – so betonen die Lehrkräfte – ziehen sie fortwährend Kraft und Ermutigung. Sie erleben sich selbst in seinem lebenslangen Unterricht, zehren von seiner Didaktik und nehmen sich ihn zum Vorbild. Sie verstehen sich als Mitglieder einer lebenslangen Lerngemeinschaft, in der alle auf göttliche Wegweisung und Erziehung angewiesen bleiben. Auf diese pädagogisch-theologische Imagination der Lebensschule Jesu schwingen sich die Lehrerinnen und Lehrer in ihren gemeinsamen Andachten als Kollegium, mit den Schülerinnen und Schülern und in allgemeinen Schulgottesdiensten ein. Das Ritual ist – so geschichtsträchtig das Format »Andacht« sein mag – für sie nicht historisch verstaubt, sondern höchst lebendig." (S.113)

"Dies lässt über den Kontext der AHF-Schulen hinaus fragen: Was sind passende Rituale für spirituelle Identitätsperformanzen im 21. Jahrhundert? (S. 130) Welche geistlichen Imaginationen, welche Gottes- und Jesus-Bilder sollen und können sie etablieren, so dass sie den Individuen in den Belastungen ihrer Tätigkeit einleuchten und sie aus diesen heraus Bestärkung erfahren und etwas vom geistlichen Innern nach außen abstrahlen können?" (S. 113)

 "Als Quellen für christliche Imaginationen spiritueller Identitätsperformanzen, die in rituellen Formen Ausstrahlung gewinnen können, bieten sich biblische und kirchengeschichtliche, Texte, Artefakte, Liturgien und viele weitere Gestalten der Glaubenspraxis an. Aus theologischer Perspektive ist dabei grundsätzlich für einen historisch-kritischen, kontextualisierenden Umgang besonders mit den biblischen Texten zu werben und eine Hermeneutik zu fördern, die den Imaginationen des Alten und Neuen Testamentes nicht durch biblizistische ahistorische Über- und Eintragungen die Kraft raubt, sondern sie vielmehr durch theologische Reflexionsarbeit zu vertiefen vermag und zugleich die historische Situation der heutigen spirituellen Identitätsperformerinnen und -performer ernst nimmt. Gegenwärtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können und sollen nicht »einfach wie Petrus Jesus nachfolgen«, oder gar unter Missachtung der eigenen kulturellen Gegebenheiten, z. B. der Gleichberechtigung von Mann und Frau, oder der Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt, angeblich »biblische Rollenbilder« ohne historisch-kritische Reflexion repetieren." (S. 113-114)

Die Lehrerinnen und Lehrer der AHF-Schulen haben durch ihre gemeinsame Christus-Imagination als Lehrer ihres Lebens, der in der Schule »mit dabei ist« eine für sie identitätsstiftende und stabilisierende Vorstellung etabliert, die flankiert ist von vielen weiteren Bildern voller Nähe zwischen ihnen und Jesus als Freund, Ansprechpartner, Seelsorger, Bruder. Wie hoch das Bedürfnis nach eigenen in den Arbeitskontext so intensiv eingebetteten gemeinsamen Glaubens-Imaginationen in verschiedenen »Brandings of Faith« sein mag, ist jeweils mit den Menschen, die dort zusammenarbeiten, zu erkunden." (S. 114)