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Neuer Anmeldezeitraum beginnt!

Ab sofort können Sie Ihr Kind für die 1. Klasse im Schuljahr 2023/24 anmelden.

Bitte reichen Sie mit der Anmeldung unbedingt die Geburtsurkunde ein.

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Achtung! Die Anmeldefrist wurde verkürzt und endet am 31.05.2022. 

 

Neuer Anmeldezeitraum beginnt!

Ab sofort können Sie Ihr Kind für die 1. Klasse im Schuljahr 2026/27 anmelden.

Bitte reichen Sie mit der Anmeldung unbedingt die Geburtsurkunde ein.

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Achtung! Die Anmeldefrist endet am 31.05.2025.

 

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Riga-Bläser sorgen für Weihnachtsstimmung unter der Pausenhalle

Am letzten Mittwoch hatten wir als Schule in der zweiten großen Pause Besuch von den Riga-Bläsern, die uns schon einige Male in der Adventszeit mit ihren tollen Liedern in Weihnachtsstimmung versetzt haben.

Und auch dieses Mal spielten sie die schönen und bekannten Weihnachtslieder wie „Feliz Navidad“, „Fröhliche Weihnachten“, „Jingle Bells“, „O du Fröhliche“ usw. Ihnen gelang es, die Kinder mit ihren musikalischen Fähigkeiten zu begeistern und sie auch ein wenig an ihrem Programm teilhaben zu lassen. Die einzelnen Instrumente Tuba, Trompete, Waldhorn und Posaune wurden von den Musikern vorgestellt, was bei den Kindern sehr gut ankam.   

Hier einige Kinderaussagen zum Auftritt der Riga-Bläser:

  • „Es waren schöne Lieder.“
  • „Ich fand es super, dass sie zu uns gekommen sind.“
  • „Die Lieder „Jingle Bells“ und „In der Weihnachtsbäckerei“ fand ich gut.“
  • „Die können so gut spielen.“
  • „Die haben nicht laut genug gepustet. Es könnte noch lauter gewesen sein.“

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei den Riga-Bläsern für Ihren Auftritt bedanken und freuen uns auf ein mögliches Wiedersehen im nächsten Jahr.

Ritter und Burgen

- das ist ein faszinierendes Thema. So hat es jedenfalls die Klasse 4b der AHF-Grundschule Lage erlebt. Gemeinsam haben wir einen spannenden Roman zu dem Thema gelesen und darin das Leben zur Zeit der Ritter näher kennenlernen können. Außerdem konnten wir in einer Ritterwerkstatt viel über Ritter erfahren.
Ganz fleißig wurden auch eigene Burgen geplant und gebaut.
Ein Highlight war ein Fotoshooting in Ritter- oder Burgfräulein-Kostümen. Mit den ausgeschnittenen Personen aus diesen Fotos wurden schließlich Comicszenen in den fertigen Burgen fotografiert. An den I-Pads konnten dann die Bilder mit Sprechblasen versehen werden und so entstanden tolle Comics zu eigenen Rittergeschichten. Die Comics waren so interessant, dass wir damit sogar an einem Wettbewerb teilgenommen haben.
Die beachtenswerten Ergebnisse konnten in einer Ritter- und Burgenausstellung bewundert werden, die wir gemeinsam mit unserer Parallelklasse für die anderen Klassen und die Eltern der Viertklässler aufgebaut hatten.

Beate Busch

Schnecken beobachten

Gottes Schöpfung ist wunderbar. Es gibt vieles zu entdecken. Die Klasse 2a hat im Sachunterricht Schnecken liebgewonnen. Nachdem ein Terrarium eingerichtet war, haben die Schülerinnen und Schüler viele Schnecken gesucht und mitgebracht. Die Schnecken wurden liebevoll versorgt und interessiert beobachtet. Besonders die kleinsten Schnecken fesselten die Kinder. Überraschender Weise entdeckten die Kinder die Schneckeneier an der Glasscheibe des Terrariums gerade an dem Zeitpunkt, als über Babyschnecken gesprochen wurde. Spannend war auch zu beobachten, wie sich der Fuß der Schnecke beim Kriechen bewegt, dass der Schleim die Schnecke sogar vor einer scharfen Messerschneide schützt und dass sie lieber Gurken und Salat mag als Zwiebeln.

Helena Just

Schulausflug ins LWL-Freilichtmuseum

Darauf hatten sich die Kinder der August-Hermann-Francke-Grundschule Lage schon riesig gefreut: Es ging ins Freilichtmuseum nach Detmold - dem größten seiner Art in Deutschland.

Um 8.15 Uhr starteten vier Busse von der Schule, um die rund 200 Kinder gemeinsam mit ihren Lehrkräften sicher nach Detmold zu bringen.

Das riesige Gelände, auf dem das Freilichtmuseum untergebracht ist, illustrierte den Kindern auf wunderschöne Art das bäuerliche bzw. dörfliche Leben vergangener Zeiten in Lippe. Den Kindern wurde ein Einblick in die Höfe, Häuser und Tiere der Bauern und Bürgerinnen aus westfälischen und lippischen Dörfern gegeben.

Die historischen Häuser wurden am Originalstandort abgebaut und im Freilichtmuseum wiederaufgebaut. Ein Bauernhof aus Dortmund hatte es den Kindern aus Klasse 1 besonders angetan. Das in diesem für heutige Verhältnisse kleinen Bauernhof damals das Bauernehepaar mit ihren 3 Kindern und ihrem Knecht untergebracht waren, ist heute unvorstellbar. Der Blick in das Schlafzimmer und die Küche war für die Grundschulkinder sehr sehenswert. Eine 150 Jahre alte und noch intakte Uhr, die um die Mittagzeit zu schlagen begann, weckte ebenfalls das Interesse der Kinder. 

Ein Highlight war der Aufenthalt im Paderborner Dorf. Auf dem Weg ins Dorf gab es eine kleine Kirche und eine Kappenwindmühle zu bestaunen. Im Dorf angekommen wurde zunächst das Frühstück zu sich genommen. Danach gab es eine Fotorallye, die die Patenklassen gemeinsam durchführten und die ihnen viel Freude bereitete. Die Kinder sahen neben vielen Gebäuden u.a. die erste örtliche Sparkasse in Rheda und ein von einem Bauern im Jahre 1881 errichtetes kleines Backsteinbauwerk, in dessen Nische sich eine Marienstatue aus bemaltem Gips befindet.

Passend zum 50. Geburtstag („Juhubiläum“) des LWL-Freilichtmuseums erhielten die Kinder ein „Juhubelbuch“, in dem sie die Museumstiere näher kennenlernen konnten.

Es tat gut, in die vielen strahlenden Gesichter zu schauen. Das tolle Wetter trug dazu bei, dass es für alle Beteiligten ein gelungener Ausflug war, der ihnen mit Sicherheit noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Schulfest mit Flohmarkt am 9. September 2023!

Auch dieses Jahr feiern wir zu Beginn des Schuljahres unser Schulfest mit Flohmarkt! Seit Jahren schon veranstalten wir einen Flohmarkt für Kinderbedarfssachen für unsere Partnerschule in Südafrika, den Hope Schools. Seit mittlerweile 11 Jahren besteht diese Partnerschaft, die wir durch verschiedene Projekte und Aktionen unterstützen. Alle Einnahmen der Verpflegungsstände gehen als Spende an die Hope Schools. Dazu kommen freiwillige Spenden der Flohmarktverkäufer. So konnten wir im vergangenen Jahr ca. 4.500 € nach Südafrika überweisen!

Auf dem Schulfest können Sie sich über die Hope Schools informieren und auch eine längerfristige Unterstützung in Form von Schülerpatenschaften abschließen.

Bunte Spiel-und Spaßmöglichkeiten für die Kinder auf unserem großen Schulhof sowie viel Zeit für Gespräche und Gemeinschaft für die Erwachsenen. Dazu gibt es reichhaltige Verpflegung sowie Führungen durch die Schule.

Das Schulfest beginnt offiziell um 10:00 (vorher auch kein Verkauf) mit einem kleinen Programm der Schüler. Ende ist gegen 14:00, zum Aufräumen sind alle herzlich eingeladen. Verkaufstische (5€ Standgebühr) können im Sekretariat schriftlich angemeldet werden.

Wir freuen uns auf alle Eltern und Kinder sowie Nachbarn und Interessierte!

Sportfest mit TRIXITT

Nach mehreren coronabedingten Verschiebungen sind wir froh und dankbar, dass wir zum Ende dieses herausfordernden Schuljahres 2020/21 gemeinsam mit dem Sporteventanbieter TRIXITT ein besonderes Sportfest mit den Kindern durchführen konnten.

An verschiedenen, motivierend aufgebauten Stationen konnten sich die Kinder in unterschiedlichen sportlichen Disziplinen betätigen und Bewegungserfahrungen sammeln. Das Gemeinschaftsgefühl und jede Menge Spaß standen dabei im Mittelpunkt. Es war nach den vielen Entbehrungen in diesem Jahr ein ganz besonderes Highlight und wohl das Schönste für alle in so viele strahlende, begeisterte Gesichter zu schauen.

Die Kinder konnten sich beim SPEEDMASTER, KÄNGURUSPRUNG und VOLLTREFFER in leichtathletischen Disziplinen messen. In der SCHIESSBUDE und beim BASKETBALL waren Teamgeist und Treffsicherheit gefordert. Ein weiterer Bewegungsbaustein und ein tolles Gemeinschaftserlebnis mit der gesamten Schule war die gemeinsame CHOREOGRAFIE. Die beliebteste Station war wohl der HINDERNISPARCOURS, dessen Überwindung wirklich jedem ein breites Lachen ins Gesicht zauberte. Auch so mancher Lehrer konnte sich diesen Spaß nicht entgehen lassen und stellte sich mit lauten Anfeuerungen der Schüler dieser Herausforderung.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Vormittag, der Freude an Bewegung und Gemeinschaft verkörperte.

Katrin Schmidt

 

Studie: Christus als "Lehrer ihres Lebens"

Ausgangspunkt der Studie 

„Sein heilsgeschichtliches Ziel erhält der Unterricht insbesondere durch die Lehrerpersönlichkeit und den entsprechenden Lehrerhabitus. Lehrerpersönlichkeit und Lehrerhabitus werden in diesem Zusammenhang zusätzlich als die eines „Konversionsagenten“ bzw. eines „Konversionsbegleiters“ genauer bestimmt.“ (Roser 2017 - Schöpfungswissenschaft an evangelikalen Bekenntnisschulen) 

 

Fazit 

Im Spiegel der Ergebnisse lassen sich fünf grundlegende Aspekte spiritueller Identitätsperformanzen in der Gegenwart zuspitzen, die für alle Akteurinnen und Akteure auch über den Kontext der August-Hermann-Francke Schulen in Lippe, als spezielle Brand freier christlicher Ersatzschulen, hinaus, insbesondere für Kirche und Diakonie, weitere etablierte und neu entstehende »Brandings of Faith«, sowie in Teilen auch für staatliche Ordnungsinstanzen relevant sind:

Diese Aspekte betreffen die ambivalenten Dynamiken zwischen

 

  1. In »Brandings of Faith« festgelegten Bekenntnissen zu individuellen Credos
    • Gemeinsames Bekenntnis von Lehrern, Eltern und Schülern sowie davon ausgehender Segen Gottes als Grundlage des Erfolgs

"Theologisch-heilsgeschichtlich ist in evangelikaler Perspektive das Bekenntnis insbesondere zum Wort Gottes als überzeitliche, ewige Richtschur des Alltags die Basis für die Deutung der Prosperität der Schulen durch Gottes Segen. Mit diesem Gründungsnarrativ verbinden die Lehrkräfte ihre eigene Biographie und begreifen sich als Teil einer gottgesegneten, weltweiten evangelikalen Spiritualität." (S. 104)

 

"Die interviewten Lehrerinnen und Lehrer zeigen in ihren Selbstdarstellungen durchgängig, dass sie diesen Auftrag verstanden haben und keine Zweifel daran aufkommen lassen wollen, dass ihr persönliches Glaubensbekenntnis deckungsgleich mit dem Credo und Wertekanon der Marke AHF-Schulen bzw. der Evangelischen Allianz ist. Sie gestalten die von ihnen geforderte Verbindung von Glaubens- und Werteerziehung allein und als Kollegium facettenreich. Da sie nicht allein mit Worten agieren (können), weil die explizite Verkündigung des Glaubens stets mit dem Überwältigungsverbot von Schülerinnen und Schülern in Spannung gerät und – wichtiger noch – im Sinne des Markeninteresses der Schule zweitrangig ist, nutzen sie umso mehr Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche, Eltern und ihre Kolleginnen und Kollegen durch transparente Darstellung ihrer eigenen frommen Persönlichkeit punktuell nonverbal, aber »allezeit auskunftsbereit« zu inspirieren." (S. 104)

 

  • Betonung auf Lebendigkeit und Freiheit des evangelischen Geistes —> totalitäre Ansprüche auf Arbeitnehmer dürfen nicht auftreten; Grenzen der möglichen Abweichung müssen dennoch klar formuliert sein

 

"Wie viel Kompromissbereitschaft müssen alle Beteiligten mitbringen, damit für die Einzelnen ein lebendiges Aushandeln zwischen eigener Weltanschauung und fixiertem kollektivem Glaubens- und Wertekonsens möglich bleibt und sie nicht dazu gezwungen sind, »ein für allemal«, äußere Programme vollständig zu verinnerlichen, fundamentalistisch zu vertreten oder dies gar »vorzuheucheln«?" (S. 105)

 

"Je breiter der Raum an möglichen Differenzen zwischen persönlichem Glauben samt Wertvorstellungen und denjenigen der arbeitgebenden Marke ist, desto mehr können Arbeitnehmende dazu ermutigt werden, in der Arbeit an ihrem eigenen Credo im Glaubenslebenslauf fortzufahren, was wiederum zu mehr Authentizität

und weniger formel- und masken- bzw. musterhaftem Auftreten beitragen kann." (S. 106)

 

  1. Vorder- und Hinterbühnen der alltäglichen Darbietungen spiritueller Identitätsperformanzen / Selbstinszenierung
    • Glaube ist darf keine Privatsache sein —> geistliche Gemeinschaftserlebnisse werden erwartet
      • Interviewte betonen, dass sie sich nicht gezwungen fühlen, sondern diese Erfahrungen wertschätzen und genießen
      • Gefahr: Missbrauch durch Manipulation (vgl. S. 108)

"Im Kontext der Alltagsinszenierung an den AHF-Schulen wird erwartet, dass die Lehrerinnen und Lehrer ihr frommes Selbstbewusstsein auf den schulinternen Vorderbühnen, insbesondere in den Andachten und in Einzel- aber auch Klassengesprächen, mitteilen und darstellen und somit ihre »lebendige Beziehung zu Jesus« nicht als »Privatangelegenheit auf Hinterbühnen« verbergen." (S. 106)

 

"Eine generelle Verpflichtung zu solcher Darbietung persönlicher Christus-bzw. Gotteserfahrungen in regelmäßigen Andachten, ist aus religionspsychologischer Hinsicht als auffällig einzustufen, wird hier doch ggf. schutzbedürftiges Hinterbühnen-Spiel durch Arbeitsverpflichtung auf Vorderbühnen gezerrt... Doch die meisten betonen, dass sie die Offenheit untereinander ausdrücklich genießen, besonders auch im Blick auf die persönlichen Nöte und Schwächen, einschließlich des Wissens um die Fehlerhaftigkeit der eigenen Person und die »wunderbaren Gottes- und Gebetserhörungserfahrungen «, die jeder und jede auf seine bzw. ihre Weise habe." (S. 107)

"Für eine salutogenetische Begleitung von Arbeitnehmenden im religiösen Feld ist auf Maßnahmen zu achten, die verhindern, dass die Einzelnen genötigt werden, mehr von sich preis zu geben, als ihnen guttut. Dabei steigt der Bedarf an  (geistlicher) Begleitung religiöser Berufe in Aus-, Fort- und Weiterbildung, in systemischer Begleitung und Supervision, in der solche  Unterscheidungen von Vorder- und Hinterbühnen, Rollen- und Selbstentäußerungen und die Fähigkeiten Grenzen zu ziehen, reflektiert werden können." (S. 108)

Fußnote: Salutogenese wendet sich der Erforschung der Prozesse zu, die Gesundheit erhalten und fördern.

 

  1. Abgrenzung und Offenheit zu anderen Weltanschauungen in der zunehmenden Fragmentierung der Gesellschaft / Identitätsinszenierung
    • Abgrenzung von anderen Weltanschauungen vs. Schutz vor Spaltung und Frontenbildung in der Gesellschaft; persönliche Positionierung statt elitärer Absonderung, aber die freie Glaubens- und Meinungsentwicklung der Schüler wird betont

 

"Die Lehrerinnen und Lehrer artikulieren, dass sie sich bemühen, dass die Kinder und Jugendlichen an ihrem Beispiel erkennen, dass das Bekennen und Durchhalten einer profilierten Werte- und Glaubenshaltung wichtig ist und zum persönlichen Lebenserfolg beiträgt. Sie stehen dabei für eine gefestigte Position, die ein »Wir« repräsentiert, das sich von »den Anderen«, insbesondere atheistischen, agnostischen und liberalen Überzeugungen abgrenzt und auch davor bewahren soll, insgesamt eine – aus ihrer Sicht – allzu flexible, jeweils thematisch ad hoc bezogene Welteinstellung bzw. agile Selbstpositionierung in einer pluralen Gesellschaft einzunehmen." (S.108-109)

"Grundhaltung des gemeinsamen Lernens in der Schule, die für das erfolgreiche Leben vorbereiten soll, ist das gemeinsame, bekenntniskonforme »Wir« der Gläubigen, die mit »Jesus im Bund stehen«, im Kontrast zur gottvergessenen Welt." (S. 109)

"Die Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich, »dass der Funke übergesprungen ist« und dass die Schülerinnen und Schüler mit ihnen existentiell in diesem »Wir« verbunden bleiben als erfolgreiche herzensvernunftgebildete Menschen, die jedes Ereignis und jede Herausforderung »mit Jesus« meistern." (S.109)

"Spirituelle Identitätsperformerinnen und -performer sind für durch sie drohende Überwältigung mittels »Wir«-Idealisierungen und Machtmissbrauch zu sensibilisieren." (S. 110)

"Dies muss in Aus-, Fort- und Weiterbildung eingeübt werden, indem nicht nur die Stärken der eigenen Brand und die Schwächen der anderen betrachtet werden, sondern auch die Schwächen der Eigenen und die Stärken der anderen Weltanschauungen, Organisationen und Institutionen. Auf solche prinzipielle Offenheit und Bejahung der Pluralität im religiösen Feld sind schließlich nicht zuletzt die »Brandings of Faith« selbst wieder angewiesen." (S. 110)

 

  1. Selbstinszenierung und Außensteuerung der Individuen in der Pluralisierung der »Brandings of Faith« mit nicht zuletzt auch religionsverfassungsrechtlichen Implikationen / Selbst- und Fremdbestimmung
    • Wichtig für die Schule: religionsverfassungsrechtlicher Schutz und wohlwollendes Ansehen beim Staat
    • Verfasser warnt vor „Missbrauch des Brandings“, da Themen wie Gender und Homosexualität mithilfe des Bekenntnisses negativ interpretiert und damit antifreiheitliche Gesinnungen verbreitet werden (vgl. S. 111)

 

"Am Beispiel der August-Hermann-Francke Schulen in Lippe betrachteten wir »Brandings of Faith«, die religionsverfassungsrechtliche Freiheitsbestimmungen zur Errichtung von freien Bekenntnisschulen nutzen und dadurch die Vielfalt der weltanschaulich gebundenen Bildungsangebote vergrößern. Dies impliziert zahlreiche religionsverfassungsrechtliche Fragen." (S. 110)

"Insgesamt wurde deutlich, dass es für derartige Brandings of Faith entscheidend ist, religionsverfassungsrechtlich geschützt und von Seiten des Staates wohlwollend betrachtet zu werden. Zugleich kombinieren die evangelikalen Schulen mit ihrem Bekenntnis einen spezifischen Wertekanon, so dass die kulturelle Prägekraft des Glaubens gelebt werden kann. Bei den 12 von den AHF-Schulen herausgestellten Werten mischen sich religiöse Haltungen wie »Gottvertrauen « mit zwischenmenschlichen »Tugenden« wie Ehrlichkeit, Fleiß und Selbstannahme. Letztere wird durch bekenntniskonforme, harmatiologische Denkfiguren über die grundsätzliche Verlorenheit des Menschen an die Sünde so konnotiert, dass eine umfassende Kritik nicht nur an individuellen, sondern auch an pluralen, gesellschaftlichen Rollenbildern vermittelt werden kann. Diese Kritik wird dann mithilfe des Bekenntnisses religiös weiter begründbar, z. B. indem von Gottes Schöpfungsordnung, seiner angeblichen Verachtung von Homosexualität oder seiner angeblichen Fixierung von Geschlechterrollen gesprochen wird, so dass das religiöse Bekenntnis auch zum Einfallstor antifreiheitlicher Gesinnung werden kann." (S.111)

 

"Dies ist von den Verantwortlichen jedweder Ersatzschulen, jedes »Branding of Faith« und von staatlicher Seite selbst fortwährend kritisch zu begleiten, damit das Auseinanderdriften der Gesellschaft in unvereinbare Parallelwelten verhindert oder wenigstens moderiert werden kann." (S.111)

 

"Aus-, Fort- und Weiterbildung im gesamten religiösen Feld, in allen Brands, Organisationen, Institutionen etc., müssen entsprechend dabei unterstützten, dass Arbeitssubjekte durch Anleitung zur Informationsbeschaffung kritisch überprüfen und entscheiden können, »vor welchen Karren« an niemals unpolitischen Werten sie sich mit ihrer spirituellen Identitätsperformanz ggf. »spannen lassen«." (S. 111-112)

 

  1. traditionellen und gruppengemeinschaftlich anverwandelten Glaubensimaginationen in Ritualen als Ressourcen der christlichen Kulturpraxis für spirituelle Identitätsperformanzen
    • Tägliche Andachten als Schlüsselritual und Säule der Schulkultur
    • Jesus als Lehrer des Lebens

"In den AHF-Schulen werden vielfach die täglichen Andachten als das profilierende Schlüsselritual der Einrichtungen beschrieben. Diese dienen zur kollektiven Christus-Realisierung durch serielle Tätigkeit." (S.112)

"Alle Lehrerinnen und Lehrer formulierten, dass ihnen durch das gemeinsame geistliche Leben im Schulalltag Jesus selbst als vitale Imagination vor Augen stehe: Sie sehen ihn vor sich als denjenigen, der bei und in den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften, der Schulleitung und allen Mitarbeitenden anwesend sei. Dabei trägt er Züge eines Rabbis, eines Lebens-Lehrers, der immer danach gefragt werden kann und will, was er in spezifischen Situationen sagen und tun würde. Aus dieser Jesus-Imagination – so betonen die Lehrkräfte – ziehen sie fortwährend Kraft und Ermutigung. Sie erleben sich selbst in seinem lebenslangen Unterricht, zehren von seiner Didaktik und nehmen sich ihn zum Vorbild. Sie verstehen sich als Mitglieder einer lebenslangen Lerngemeinschaft, in der alle auf göttliche Wegweisung und Erziehung angewiesen bleiben. Auf diese pädagogisch-theologische Imagination der Lebensschule Jesu schwingen sich die Lehrerinnen und Lehrer in ihren gemeinsamen Andachten als Kollegium, mit den Schülerinnen und Schülern und in allgemeinen Schulgottesdiensten ein. Das Ritual ist – so geschichtsträchtig das Format »Andacht« sein mag – für sie nicht historisch verstaubt, sondern höchst lebendig." (S.113)

"Dies lässt über den Kontext der AHF-Schulen hinaus fragen: Was sind passende Rituale für spirituelle Identitätsperformanzen im 21. Jahrhundert? (S. 130) Welche geistlichen Imaginationen, welche Gottes- und Jesus-Bilder sollen und können sie etablieren, so dass sie den Individuen in den Belastungen ihrer Tätigkeit einleuchten und sie aus diesen heraus Bestärkung erfahren und etwas vom geistlichen Innern nach außen abstrahlen können?" (S. 113)

 "Als Quellen für christliche Imaginationen spiritueller Identitätsperformanzen, die in rituellen Formen Ausstrahlung gewinnen können, bieten sich biblische und kirchengeschichtliche, Texte, Artefakte, Liturgien und viele weitere Gestalten der Glaubenspraxis an. Aus theologischer Perspektive ist dabei grundsätzlich für einen historisch-kritischen, kontextualisierenden Umgang besonders mit den biblischen Texten zu werben und eine Hermeneutik zu fördern, die den Imaginationen des Alten und Neuen Testamentes nicht durch biblizistische ahistorische Über- und Eintragungen die Kraft raubt, sondern sie vielmehr durch theologische Reflexionsarbeit zu vertiefen vermag und zugleich die historische Situation der heutigen spirituellen Identitätsperformerinnen und -performer ernst nimmt. Gegenwärtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können und sollen nicht »einfach wie Petrus Jesus nachfolgen«, oder gar unter Missachtung der eigenen kulturellen Gegebenheiten, z. B. der Gleichberechtigung von Mann und Frau, oder der Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt, angeblich »biblische Rollenbilder« ohne historisch-kritische Reflexion repetieren." (S. 113-114)

Die Lehrerinnen und Lehrer der AHF-Schulen haben durch ihre gemeinsame Christus-Imagination als Lehrer ihres Lebens, der in der Schule »mit dabei ist« eine für sie identitätsstiftende und stabilisierende Vorstellung etabliert, die flankiert ist von vielen weiteren Bildern voller Nähe zwischen ihnen und Jesus als Freund, Ansprechpartner, Seelsorger, Bruder. Wie hoch das Bedürfnis nach eigenen in den Arbeitskontext so intensiv eingebetteten gemeinsamen Glaubens-Imaginationen in verschiedenen »Brandings of Faith« sein mag, ist jeweils mit den Menschen, die dort zusammenarbeiten, zu erkunden." (S. 114)

Über alle Welt

Für den diesjährigen Gemeinschaftsabend des Schulträgers, an dem die Mitarbeiter aller AHF-Einrichtungen zusammenkommen, haben wir als Schule einen Videoclip gedreht: Über alle Welt!

Hier können Sie sich den Clip anschauen: Hier geht´s zum Videoclip

Ukrainische Gastkinder an der Grundschule Lage

„Доброго ранку“ – „Guten Morgen“

Als ab dem 24. Februar 2022 viele Menschen in der Ukraine ihre Heimat verlassen mussten, um sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen, kamen auch viele dieser Familien nach Deutschland. Zahlreiche Freiwillige halfen den Geflüchteten, indem sie sie in ihre Familien aufnahmen. Ab Mitte März meldeten sich etliche Gastfamilien mit der Bitte, ihre Gastkinder an unsere Schule aufzunehmen. Daraufhin ist unsere Schulgemeinschaft auf einem schnellen und unbürokratischen Weg um 12 Schüler angewachsen. Diese wurden auf die Klassen verteilt und fanden hier Anschluss. Daraus sind neue Bekanntschaften und Freundschaften entstanden. Unsere Schülerschaft war sehr gespannt darauf, ihre neuen Klassenkameraden kennen zu lernen und viele meldeten sich, um sie durch die Schule zu führen und ihnen die wichtigsten Räume zu zeigen. Auch in den Pausen ließ sich beobachten, wie die Kinder zusammen Fußball und Hüpfkästchen spielten. Hier ist einmal mehr deutlich geworden, dass ein Zusammenleben und miteinander spielen nicht unbedingt eine gemeinsame Sprache braucht.  

Nach kurzer Zeit wurde aber deutlich, dass die Gastkinder besondere Bedürfnisse haben. Einige Kinder haben auf ihrer Flucht nach Deutschland Erfahrungen gemacht, die ihre Gedanken und Herzen beschweren. Es musste ein Raum geschaffen werden, in dem diese Gedanken, Ängste und Unsicherheiten Platz haben und ausgesprochen werden dürfen. Außerdem ist den Kindern die deutsche Sprache unbekannt. Diesen Herausforderungen konnten wir als Lehrerschaft mit Hilfe von zwei aus der Ukraine stammenden Frauen begegnen. So gibt es an jedem Schultag in den ersten drei Unterrichtsstunden ein Gastkinder-Treffen. Hier stehen in der ersten Stunde Gespräche und Spiele auf dem Programm, in der zweiten Stunde wird die deutsche Sprache erlernt. Die dritte Stunde beginnt mit einer kurzen Andacht in der Muttersprache der Gastkinder. Danach können die Kinder mit einer Kunsttherapeutin, die aus der Ukraine stammt, kreativ werden, um auch auf diese Weise ihren Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen und diese ein Stückweit zu verarbeiten.

Bei einem Treffen mit den Eltern unserer Gastkinder wurde deutlich, dass ihre Kinder gerne zur Schule gehen. Die Eltern sind sehr dankbar, dass mit dem Schulbesuch der Kinder wieder etwas Normalität und Alltag in die Familien eingekehrt ist.   

Wir als Schulgemeinschaft möchten unsere Gäste herzlich aufnehmen und geben uns Mühe, dass sie sich hier angenommen, wohl und vielleicht bald zu Hause fühlen.

Viktoria Voth

Unsere Schule verwandelt sich in ein Winterwunderland

Endlich war es wieder so weit: Waffelduft zog durch die Schule und jeder Raum wurde in eine Kreativwerkstatt verwandelt. Unser Basteltag war wieder ein voller Erfolg. Es wurde fleißig gehämmert, geschnitten, geklebt und gekleistert. Langweilig wurde es uns an diesem Tag nicht. Und dann wurde die ganze Schule von oben bis unten mit den kreativen Bastelarbeiten verschönert und erstrahlt im winterlichen Glanz. Hier ein paar Impressionen des Tages.

Unsere Wertewochen

Am 25. Oktober 2021 starteten wir an allen unseren AHF-Kitas und -Schulen mit unseren Wertewochen. 12 Werte haben wir für uns definiert, die in unseren Einrichtungen gelebt und geprägt werden wollen: Gottvertrauen, Gemeinschaft, Dankbarkeit, Selbstannahme, Ehrlichkeit, Vergebungsbereitschaft, Respekt, Gerechtigkeit, Dienen, Verantwortung, Kreativität und Fleiß. Bis zum 28. Januar 2022 haben wir uns jede Woche einen Wert vorgenommen, den wir lernen und leben wollen.
In Form von Bannern, Plakaten, Wertekarten, Kalendern uvm. sind die 12 Werte schon seit einiger Zeit in unseren Einrichtungen bereits gut sichtbar, in einigen Kitas gibt es auch schon die „Monatswerte“ – jeden Monat wird ein Wert genauer unter die Lupe genommen.
In einem längeren Prozess sind im vergangenen Jahr Videoclips entstanden, die den jeweiligen Wert definieren und näher erläutern.
Während der Wertewochen wurde jede Woche ein Wert genauer beleuchtet. Dabei wurden Kinder, Schüler und Mitarbeiter immer wieder herausgefordert, über den jeweiligen Wert nachzudenken: Wie sieht Gottvertrauen aus? Was ist Gemeinschaft? Was bedeutet Selbstannahme?

WERTvolle Bildung ist unser Anliegen. Daher ist es uns wichtig, dass die 12 Werte nicht nur unsere Wände zieren, sondern von Mitarbeitern, Kindern und Schülern gelebt werden.
Unsere Wertewochen sind zwar abgeschlossen, aber leben möchten wir die Werte auch weiterhin. Alle Videoclips und Informationen zu den Werten findest Du hier: www.csv-lippe.de/werte

 

 

Unter dem Schirm Gottes

Zum Halbjahresende versammelten wir uns als Dritt- und Viertklässler in unserer Aula zu einer gemeinsamen Schulandacht. Die Kinder aus den beiden Chören aus Klasse 3 und 4 sangen mit ihren wundervollen Stimmen einige Lieder.

In der Andacht von Beate Busch ging es um Gottes Schutz, den wir unter seinem Schirm finden können. Leitend dazu war der Vers 1 aus dem Psalm 91: Gott liebt dich und beschützt dich! Es kommt vor, dass „schlechte Gedanken“, „Mutlosigkeit“ oder auch „Angst und Zweifel“ auf uns niederprasseln. Wer da ohne Gottes Schirm unterwegs ist, wird von diesen Dingen „pitschnass“. Wer aber unter Gottes Schirm steht, wird beschützt, auch wenn er mal gelegentlich Tropfen abbekommt.

Das Ganze wurde auf eindrückliche Art und Weise mithilfe einer Gießkanne demonstriert. Eines der Kinder ließ sich ohne Schirm begießen, währenddessen ein anderes einen Schirm über sich hielt.

Unter Gottes Schirm ist Platz für alle. Wer sich unter ihn stellt, findet Schutz.

VEBS-Jubiläum: "Begegnung mit dem Evangelium"

Das Netzwerk von Konfessionsschulen in Deutschland, Verband evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) feierte im September sein 15-jähriges Bestehen – wobei die Zusammenarbeit in der Vorgänger-Arbeitsgemeinschaft (AEBS) bereits vor 40 Jahren begann. Zu diesem Anlass lud der Verband zum  Jubiläumskongress nach Halle in die Franckeschen Stiftungen ein, dem historischen Ort, an dem auch 2006 die Gründungsversammlung stattfand.

Die musikalische Rahmung der Jubiläumsfeier gestaltete das Ensemble unserer Schule unter anderem mit der berühmten Serenade „Eine kleine Nachtmusik“ von W.A. Mozart und dem Lied „Amazing Grace“, das von dem ersten Geiger Salomo Pries arrangiert worden ist. Die AHF-Schulen in Lippe sind als größte Schulfamilie (mit etwa 3.000 Schülern und 400 Kita-Kindern) Teil dieses großen Schulnetzwerkes in Deutschland, in dem sich aktuell 183 christliche Bekenntnisschulen und Kitas zusammengeschlossen haben. Prof. Stock, Generalsekretär des Verbands, präsentierte bei der Veranstaltung einen Blick in die Geschichte und Gegenwart der Verbandsarbeit. An 120 Standorten gibt es mehr als 3.000 Pädagogen, die für 35.000 Schüler und Kitakinder tätig sind. Vor 40 Jahren waren die Schulen umstritten (selbst bei Christen), fast auf sich selbst gestellt, mit wenig finanziellen Mitteln ausgestattet und spielten im Schulsystem kaum eine Rolle. Dann erfolgte ein Paradigmenwechsel und die partnerschaftliche Zusammenarbeit begann sich zu entfalten, die Schulen wurden effizienter, verantwortungsvoller, internationaler und blieben ihrem Bekenntnis treu. Heute dagegen werden die christlichen Bekenntnisschulen fast überall von den Bürgermeistern und Ministern gelobt, so wie auch die nordrhein-westfälische Ministerin für Schule und Bildung Yvonne Gebauer sie immer wieder gerne besucht und lobt. Das hängt auch damit zusammen, dass die Schulen durch die Zusammenarbeit im VEBS voneinander lernen und nicht alles
selbst erfinden müssen. So konnte etwa der Verband durchsetzen, dass bei den Zuschüssen für die digitale Ausstattung die christlichen Privatschulen nicht benachteiligt wurden. Mittlerweile gibt es in allen deutschen Großstädten (Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart) ebenfalls große Schwesternschulen. Es gibt aber auch neu gegründete Schulen mit nur etwa 10 Kindern in diesem ersten Schuljahr! Die Herausforderungen haben sich verändert, sind aber nach wie vor da. Die Sorgen um fachlich und geistlich qualifiziertes Personal, gläubige Eltern, unterstützende Ortsgemeinden, aber auch die Professionalisierung der Leitungsgremien stellen heute große Aufgaben dar.

In seiner Predigt warb Pfarrer Steffen Kern angesichts der Rückläufigkeit der christlichen Konfessionalität in der Gesellschaft in christlichen Kitas und Schulen dafür, junge Menschen für Jesus zu gewinnen. Kern ist Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands und Prediger bei „proChrist“. Die gegenwärtigen Trends wie radikale Individualisierung (woraus sich Einsamkeit und Fluidität ergeben), Pluralisierung und Digitalisierung lassen sich nach Kern sehr schön an Familienfotos ablesen: 30er Jahre – große Familie, 50er – Kleinfamilie vor Kleinwagen und Kleingarten, 70er Jahre – Patchworkfamilie mit größerem Auto, 90er – pluraler und migrantischer  Familienbegriff, aktuell – vorrangig Selfies. In diesen Zeiten müssen Einrichtungen beweglich sein und eine entsprechende Vorstellung von Bildung vorweisen. Sie sollten nicht Gefahr laufen, „Menschen nach eigenem Bild“ zu machen, sondern Gott schaffen zu lassen. So kann der Mensch werden, was er in Gott ist – geliebt und zur Verantwortung berufen. Gottes Wege eröffnen einen Raum der Würde und gehen über den Grabstein hinaus. Hierfür benötigt christliche Schule einen festen Standpunkt und weite Arme, sie geht respektvoll vor, bezeugt die Wahrheit ergebnisoffen aber nicht absichtslos, bleibt hierbei dankbar und gelassen. Sie gewährt somit Kindern und Jugendlichen Räume zur Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Evangelium, erarbeitet immer wieder neu die Relevanz des Evangeliums für Einzelne und erhöht mit ihrer Arbeit die Glaubwürdigkeit des Evangeliums. So fördert sie das Leben in Freiheit, Glaube und Hoffnung.

 

Verabschiedung von Arnold Driediger in den Ruhestand

Arnold Driediger wurde von der ganzen Schule und vielen Eltern mit einer festlichen Feier in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Damit geht nach über 30 Jahren engagierter Arbeit an den August-Hermann-Francke-Schulen in Lippe eine besondere Ära zu Ende.

Seine Laufbahn begann 1991 als Lehrer an der August-Hermann-Francke-Grundschule in Lemgo. Mit der Gründung der Grundschule in Detmold übernahm er bereits 1994 die Schulleitung und prägte den Aufbau und die Entwicklung dieser Schule entscheidend.

2003 kehrte Herr Driediger als Schulleiter nach Lemgo zurück, bevor er mit der Gründung der Grundschule in Lage 2006 eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe übernahm. Zwei Jahre lang leitete er beide Standorte parallel – eine herausfordernde Zeit, die er mit großer Hingabe meisterte. Seit 2008 widmete er sich ganz der Leitung der Grundschule in Lage, die er mit Leidenschaft, Klarheit und christlicher Überzeugung bis heute geprägt hat.

Die Leitung der Grundschule Lage übernimmt ab dem kommenden Schuljahr Beate Busch, die seit der Gründung die Schulleitung begleitet und als stellvertretende Schulleiterin die Weiterentwicklung der Schule mitgestaltet hat.

Der Vorstand, das Kollegium, die Eltern und Schüler danken Arnold Driediger von Herzen für seinen jahrzehntelangen treuen Dienst. Seine Hingabe und sein unermüdliches Engagement haben die Schulen geprägt und bereichert. Wir wünschen ihm für seinen neuen Lebensabschnitt viel Freude, Gesundheit und Gottes reichen Segen.

Virtuelle Begegnung mit der Partnerschule

Bei unserer Schulandacht im Mai hatten wir die Möglichkeit mit unserer Partnerschule in Kenia uns über eine Liveschaltung zu verbinden. Gegenseitig konnten wir uns wertschätzende Worte weitergeben. Jede Schule hatte sich dafür vorbereitet, indem sie Grußworte und ein Lied eingeübt hatten, was sie sich gegenseitig vorstellen konnten. Zum Schluss haben wir noch füreinander gebetet. Für alle Schüler war es sehr wertvoll diese Schulpartnerschaft einmal virtuell zu erleben.

Im weiteren Verlauf der Schulandacht haben wir uns damit beschäftigt, dass jeder so wie er ist wertvoll ist und dazugehören darf. Manchmal werden Kinder wegen ihrem Aussehen ausgelacht oder sogar beschimpft. Doch das wollen wir nicht annehmen, sondern es ignorieren oder mit freundlichen Worten reagieren.       

Rita Hagelgans und Adina Bähr

 

Hier ein paar Worte der Kinder dazu:

Wir waren schwimmen. Beim Schwimmen stand ein Junge am Beckenrand und hat mich ausgelacht. Er hat gesagt, dass ich schneller schwimmen soll. Es war schwierig es zu ignorieren, aber ich bin einfach weitergeschwommen. (Ida, Naomi)

Wenn ein Kind ein anderes Kind verletzt oder auslacht, braucht man Mut zum Kind hinzugehen und zusagen: „Lass sie/ ihn in Ruhe.“ (Elly, Eva)

Wenn jemand dich beleidigt, muss man ruhig und entspannt bleiben, denn in der Ruhe liegt die Kraft. (Alessia)

Wenn dich jemand ärgert, dann geh einfach weg. Wenn er dir aber folgt, dann ignoriere es einfach. Das wird schon klappen. (Eline, Salome)

Wenn jemand dich beleidigt, dann geh einfach weg und bleibe entspannt. (Malia)

Einmal stand ich im Tor und ein Junge hat bei mir mehrere Tore geschossen. Er hat gesagt, dass ich ein schlechter Torwart bin. Das habe ich einfach ignoriert. (Sem)

Wir waren einmal auf dem Drehkarussel auf unserem Schulhof. Da kam ein Junge und redete schlecht über uns. Wir hatten eine Idee: Wir sagten Komplimente zu dem Jungen. Der Junge bedankte sich und ging weg.  (Lilli und Mae)

Wertewochen Teil 1 - Gottvertrauen

WERTvolle Bildung ist unser Anliegen! Wir haben 12 Werte definiert, die wir leben und prägen wollen. Was es mit diesen Werten auf sich hat? Das seht ihr ab heute 12 Wochen lang. Jeden Montag erscheint ein neues Video dazu und während der Woche nehmen wir euch auf unseren Socialmedia-Kanälen bei Instagram und Facebook mit, diesen Wert gemeinsam mit uns zu entdecken.

Hier geht es zum ersten Video:

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